Diese Hiobsbotschaft könnte am am Heiligen Abend für enttäuschte Kindergesichter und jede Menge Tränen sorgen. Wie der Pressedienst des Vatikans bekannt gab, werden am Heiligen Abend unter heimischen Christbäumen keine bunten Päckchen, sondern nur mehr gelbe Abholzettel vorzufinden sein.

Zu Einsparungen gezwungen

„Sparmaßnahmen machen auch vor uns nicht Halt. Der zunehmende globale Wettbewerb zwingt uns hier zu Einsparungen in der Logistik“, lässt ein Sprecher verlautbaren.

„Unser Außenteam übernimmt daher die bewährte Praxis der österreichischen Post: Kurz klingeln, unleserlich ausgefüllten Abholzettel hinterlegen und wieder verschwinden, noch bevor der Empfänger überhaupt richtig merkt, dass jemand hier war“, heißt es in einer Aussendung.

Starke Konkurrenz

Marktinsider sind sich einig: Besonders der starke Konkurrent vom Nordpol, der in den letzten Jahren dem Christkind Marktanteile abgraben konnte, ist für die drastischen Maßnahmen verantwortlich. Der Weihnachtsmann setzt seit jeher auf billige Kurzarbeiter aus dem hohen Norden, die er abfällig „Wichtel“ nennt und beutet Rentiere mit schlechter Bezahlung und unchristlichen Arbeitszeiten aus.

Ein Analyst zollt Respekt: „Das Joint Venture mit einem amerikanischen Softdrink-Hersteller verschaffte ihm außerdem weltweite Gratiswerbung in Millionenhöhe. Eine marktstrategische Meisterleistung.“

Auch Osterhase betroffen?

Kolportiert wird, dass nun auch der Osterhase mit Sparauflagen seitens des Managements konfrontiert ist. Im Gegensatz zum Christkind will er allerdings direkt auf private Paketdienstleister wie UPS, DHL oder dpd umsteigen.

„Das ist recht praktisch, da an diese Firmen das mühselige Verstecken der Geschenke ausgelagert werden kann. Sie geben die Lieferungen oft an wildfremde Personen ab, legen sie einfach irgendwo ins Stiegenhaus oder werfen sie gleich über die Hecke in den Garten. Ein wirklich toller Service!“, zeigt sich der Sprecher begeistert.

(Alexander Lueger. Foto: Smileus/Depositphotos.com)