Endlich weit weg! Für viele Studenten sind Auslandssemester die beste Möglichkeit, weit weg von daheim neue Erfahrungen zu machen. Nun hat die Uni Wien eine weitere exotische Destination für Auslandssemester im Angebot: die Seestadt Aspern.

„Ich freue mich auf das Abenteuer“, sagt Angelika Winter (21), während sie sich im Tropeninstitut gegen Tollwut, Beulenpest und Werwölfe impfen lässt. Sie wird ab Februar 2017 ihr Sommersemester in der Seestadt Aspern verbringen. „Es ist komisch, plötzlich so weit weg von allen meinen Freunden und dem gewohnten Umfeld zu sein. Aber in der Einsamkeit lernt man sich selbst besser kennen.“

Menschenfeindliche Gegend

Dort, wo eigentlich schon die Universität Aspern stehen sollte, ist derzeit allerdings noch ein Teich. Eine Baufirma, die bereits eine Skihütte am Mount Everst errichtete, arbeitet derzeit an einer Lösung, um alle Baumaterialien in die weitgehend unerschlossene, menschenfeindliche Gegend zu transportieren.

Für den Auftrag wurden mehrere hundert Leiharbeiter von der WM-Baustelle in Katar abgeworben. „Einen Bauauftrag in Aspern nimmt niemand an, der nicht wirklich muss“, so Fathi G. (34), ein Leiharbeiter, der anonym bleiben will.

Schneller bewerben

Um sich schneller für ein Auslandssemester bewerben zu können, führt die Uni Wien nun das eigene Studium der „Uni Wien Bürokratiewissenschaften“ ein. Nach nur drei Jahren beherrschen die Studierenden sämtliche Skills, die sie benötigen, um die Onlineservices der Uni Wien ohne suizidaler Depression zu bedienen.

(Sebastian Huber. Foto: vadymvdrobot/123RF, Montage)