Strategiewechsel: FPÖ statt Anti-Establishment nun Anti-Kirche

WIEN – Die FPÖ wird sich in Zukunft nicht mehr dem Kampf gegen das politische Establishment widmen, sondern dem Kampf gegen die katholische Kirche. Dies gab FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Partei reagiert damit auf die durch Stronach veränderte politische Landschaft.

„Die FPÖ stand immer für zwei Dinge: gegen Ausländer, aber vor allem gegen das SPÖVP-Establishment“, so Kickl. Doch seit Stronachs Eintritt in die Politik funktioniere das nicht mehr: „Stronach bildet so einen starken Kontrast zu den anderen Politikern, dass die FPÖ plötzlich selber ein Teil des Establishments geworden ist. Deshalb ist ein Strategiewechsel notwendig; wir müssen gegen was anderes sein.“

Der Kampf gegen Kirchenprivilegien sei eine gute Alternative; das zeige die rege Beteiligung am Kirchenvolksbegehren im vergangenen April. Vor allem im Zuge der Missbrauchsskandale der letzten Jahre gebe es hier ein enormes Wählerpotenzial.

Widersprüche zum bisherigen Wahlprogramm der FPÖ sieht Kickl nicht. „In Wirklichkeit war mir die Kirche immer schon unsympathisch. Ehrlich! Ich bin sehr wütend.“ Nun gelte es, den Klerus durch geschickte PR als Feindbild hochzustilisieren.

Auch der Leitslogan für den kommenden Wahlkampf wurde auf der Pressekonferenz präsentiert: „Unser Geld für unsere Leute, anstatt für die Priestermeute!“

(FOTO: FPÖ – Fotomontage)

1 Kommentar

  1. logos Antworten

    Wo bleibt die Satire?
    Die FPÖ war immer schon antiklerikal

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