Studenten haben kein leichtes Leben. Neben dem Studium müssen die meisten noch regelmäßig Netflix schauen, Freunde treffen, Gras rauchen und vor allem viel schlafen. In letzter Zeit gab es immer wieder Beschwerden, die Professoren ließen die Studierenden während der Vorlesungen nicht in Ruhe schlafen. So wird es unmöglich, all diese Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen. Daher will die ÖH jetzt einschreiten und fordert die Entfernung der Professoren aus den Hörsälen.

„Es kann nicht sein, dass eine Studentin oder ein Student voll motiviert extra früh aufsteht und dann um 13:00 Uhr morgens vom Professor mit lästigen Fragen bombardiert wird“, begründet ein ÖH-Sprecher die Forderung.

Die Studenten nicht schlafen zu lassen schade deren Entwicklung extrem. „Die Professorinnen und Professoren stehen unseren Träumen im Weg“, sagt die Gender-Studies-Studentin Jürgen, „ich möchte die Welt zu einem besseren Ort machen, das geht halt nur im Traum.“

Unzumutbare Bedingungen

Ganz schlimm sei die Situation in Seminaren mit kleinen Gruppen. Hier fordern die Professoren oft Mitarbeit und teilweise sogar Hausübungen für eine positive Note. „Die Trennung von Studium und Freizeit ist genauso wichtig wie die Trennung von Staat und Kirche, Buntwäsche und Weißwäsche, Spreu und Weizen, …, ich mach also bestimmt keine Hausübungen“, gibt uns Yolanda (27) einen Einblick in die Gedankenwelt einer Philosophiestudentin im elften Semester.

„Wenn ich schlafen muss geh ich in eine Literaturvorlesung, da bekommt man wenigstens Gute-Nacht-Geschichten“, erzählt Marvin (20), „dabei studiere ich gar nicht Literaturwissenschaft sondern Medizin. Ich verpasse so viel, so werd ich nie ein Medizinmann.“

Einige Studenten sind aufgrund dieser Umstände schon derart gestresst, dass sie statt an der Uni in Kaffeehäusern rumlungern, was aber auch nur eine kurzfristige Lösung ist, denn bei 3,50€ pro Melange werden die meisten Studenten den Winter wohl nicht überleben.

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