Andreas Gabalier lässt aufhorchen: Als Geste zum Weltfrauentag will er heute zu Hause die Küchentür nicht wie sonst absperren. In den sozialen Netzwerken herrscht Skepsis. Um dem „Kuchlgate“ entgegenzuwirken, lud Andreas Gabalier Die Tagespresse zu einer Homestory auf seinen Bauernhof am Grazer Jakominiplatz.

„Kummts eina“, begrüßt uns der Sänger. Gabalier führt durch das Erdgeschoss. Dort sind alle Türen offen, Hanteln und ein totes Rehlein („des hob i auf der A2 abgeschossen“) liegen herum, aber wo ist die Küche? „Die liegt bei mir a bisserl tiafa, oba dass ma deshalb kann Strick drahts, es Pressefuzzis“, zwinkert Gabalier sympathisch. Im Keller führt Gabalier durch Fitnessraum und Sauna.

Während uns Gabalier noch ein Stockwerk tiefer führt, betont er anlässlich des Weltfrauentags die Wichtigkeit von fairer Bezahlung für Frauen: „Mei Dirndl raunzt a viel weniger, seit ich ihr mehr Taschengeld geb.“

Auf das Insistieren, uns endlich die offene Küchentür zu zeigen, mahnt Gabalier zur Geduld. „First things first!“ Über einen Wendeltreppe geht es einen Stock tiefer. „Do is mei Weinkeller. I hob aber goa kan Wein, sondern einige Fäßer Vodka, Red Bull, und edlen Jägermeister, alle von verschiedenen Jahrgängen.“

Wieder hebt er eine Falltür. Man hört Wasserrauschen. „Des ist des Grundwasser“, sagt Gabalier. „Jetzt werdets schauen.“ Tatsächlich sieht man nichts, aber nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennt man eine offene Holztür, an der eine schwere Kette zu Boden hängt. Der wackelige Schein einer Kerze ist dahinter zu erkennen. „Na? Jetzt sogts nix mehr, wos? Des is die Kuchl, und wie ihr sehts: Die Tür is offen. Hobts eh a Blitzlicht fürs Foto?“