Chronik

Schockierende Hasspostings vor Wiener U-Bahn-Station entdeckt

Macht der Hass vor nichts und niemandem halt? Jetzt wurden zwei schockierende Hasspostings direkt vor einer U-Bahnstation mitten in Wien entdeckt. Damit rückt der Hass bis tief in die Bundeshauptstadt vor und ist sogar für Kinder frei zugänglich.

Entsetzen

Die beiden gefundenen Exemplare „Heute“ und „Österreich“ sorgen für blankes Entsetzen. In beiden Hasspostings werden absurde, teils freierfundene Geschichten über Flüchtlinge verbreitet. Einer der besonders radikalen Urheber, Wolfgang F., verwendet sogar seinen Klarnamen unter seinen erfundenen Interviews.

Ein Tagespresse-Redakteur meldete die Hasspostings bei der U-Bahnaufsicht. Doch diese weigerten sich, den Zugang zu den Hasspostings-Ständern zu sperren, da sie angeblich nicht gegen die Community-Richtlinien der Wiener Linien verstießen.

Hass wird größer

Doch Politiker warnen davor, jetzt wegzuschauen: „Der Hass im Netz wird mehr. Also, der im U-Bahnnetz“, warnt etwa Grünen-Chefin Eva Glawischnig. „Erst gestern hab ich mich in der U1 fast auf ein Hassposting draufgesetzt.“ Zum Glück befand sich zwischen dem Hassposting und ihrem Gucci-Mantel auch noch ein halb aufgegessener Kebab, wodurch der Hass nicht direkt mit ihr in Berührung kam.

Sicherheitshalber schickt sie ihren Mantel dennoch ab sofort dreimal die Woche in die Psychotherapie, damit dieser sich vom Trauma erholen kann.

Zivilcourage

Die Behörden scheinen machtlos, doch jetzt ist die Zivilgesellschaft gefragt. Experten rufen dazu auf, Hasspostings in der U-Bahn zu fotografieren. Vielleicht führt das bei den Verfassern zur Einsicht – und zu mehr Sensibilität.

(Foto: Die Tagespresse)

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