Merkel gesteht wirtschaftspolitische Fehler ein: „Ups!“

BERLIN – Zum ersten Mal seit Ausbruch der Eurokrise hat Angela Merkel heute wirtschaftspolitische Fehler eingestanden. Demnach sehe sie jetzt ein, dass die von Deutschland geforderten Maßnahmen zur Bekämpfung der Schulden hauptsächlich dazu beigetragen hätten, die Situation der betroffenen Länder nur weiter zu verschärfen.

„Als in Griechenland alles den Deister runterging, da sagten wir nur: ‚Ne, lasst ma stecken, spart einfach!’ Und als es immer noch nicht reichte, sagten wir nur: ‚Manno, spart noch mehr!’“ Doch die Volkswirtschaften in Griechenland, Italien und Co. hätten einfach keine Zeichen von Erholung gezeigt. Bald schon hätte sich herausgestellt, dass dies nicht der richtige Weg gewesen sei.

„Irgendwann starrte ich eben ma aus dem Fenster meines Büros und dachte mir nur: ‚Ups! Dat ging aber mächtich in die Hose, ne?’“ Es scheint nämlich tatsächlich so, dass wenn man die Einkommen seiner Beamten und Pensionisten halbiert, dies womöglich Auswirkungen auf den Konsum einer Volkswirtschaft haben könnte. „Dat hat mich von den Socken gehauen!“, so Merkel rückblickend.

Wie ihr einmal ein Experte erklärte, sind Staaten auf Steuereinkommen angewiesen. Wenn nun der Konsum infolge einer Sparmaßnahme einbricht, fällt auch für den Haushalt wichtiges Steuereinkommen weg. „Also Nulldefizit is dann nich mehr!“, sieht Merkel ein.

Könnte sie die Zeit zurückspulen, würde sie die Dinge etwas langsamer angehen und auf die lokalen Wirtschaftsräume achten. Missstände müssten nun mal langsam beseitigt werden. „Dat is so wie wenn meinem Mann ne Eierschale ins Spiegelei fällt: da muss man vorsichtich ran.“

(Foto: Wikipedia / Michael Panse)

1 Kommentar

  1. Dideldum Antworten

    Ja hätte man in Griechenland genau so reagiert wie in Deutschland bei der Bankenrettung dann hätte man die verschuldeten Teile in ein BAD-Griechenland ausgegliedert und alles wäre gut.

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