Nachdem HC Strache im ZIB2-Interview einen internen Machtkampf in der FPÖ noch dementiert hat, brechen heute alle Dämme. Strache stellt sich offen gegen Norbert Hofer. Der Grund: Strache hat Hofers Handy kontrolliert und heimliche, stellenweise sehr vertraute WhatsApp-Chats mit Herbert Kickl gefunden. Straches Eifersucht könnte die FPÖ spalten.

„So habe ich Strache noch nie erlebt“, erzählt ein FPÖ-Mitarbeiter, der anonym bleiben will. „Er hat Kickl stundenlang angeschrien und ihn gezwungen, Hofer aus seinen Smartphone-Kontakten zu löschen.“ Kickl musste anschließend vor Hofers Augen in Straches Auto einsteigen und mit ihm davonfahren. „Es war ein dramatischer Moment für uns alle“, so der FPÖ-Mitarbeiter.

„Vergesslich“

Norbert Hofer sieht die Sache anders: „Der HC, den ich sehr mag, ist leider oft sehr vergesslich. Er vergisst alles. Die WhatsApp-Chats mit Herbert habe ich ihm alle gezeigt damals auf dem Tempelberg.“ Er sieht sich im Recht.

Kickls Dilemma

Herbert Kickl ist in ein Dilemma geschlittert. Er muss sich für einen der beiden entscheiden, um den Machtkampf zu beenden. Laut Tagespresse-Informationen arbeitet Kickl an einer Pro-und-Contra-Liste über Hofer und Strache. Sie soll ihm die Entscheidung erleichtern.

Abstimmung: Für wen soll sich Kickl entscheiden?

Strache: Er war immer gut zu Kickl und braucht ihn. Strache behandelt ihn fürsorglich, seine Eifersuchtsanfälle entstehen hauptsächlich durch starke Verlustängste und Selbstzweifel, doch daran könnte er arbeiten. Die gemeinsamen Erinnerungen und das jahrelange Vertrauensverhältnis sprechen für Strache.

Norbert Hofer: Er ist der spannende, neue Mann. Hofer kann seine Zuneigung besser zeigen, er ruht mehr in sich als Strache. Wenn er seine Süchte (Kreide, Rasentraktorfahren) in den Griff bekommt, würde sich Kickl wundern, was mit ihm noch alles möglich ist.