Die Regierung denkt über ein Gesetz gegen „Desinformation“ nach. Doch handelt es sich dabei nur um eine Zensur kritischer Medien? Das befürchtet FPÖ-Chef Strache. Er stellt sich demonstrativ hinter kritische Internetmedien und hebt dabei besonders Die Tagespresse hervor.

„Die Tagespresse berichtet immer über Dinge, die in den linken Sytemmedien nicht einmal erwähnt werden“, lobt Strache, der auch Medien wie den Postillon, The Onion oder oe24.at jeden Tag liest und voll und ganz vertraut.

Kritiker werfen Strache jedoch vor, in der Vergangenheit auch Satiremeldungen und Fake-News auf seiner Facebookseite gepostet zu haben. „Hier habe ich massive Vorkehrungen getroffen“, entgegnet Strache. „Seit einigen Monaten arbeitet bei uns im Social-Media-Team die rumänische Wahrsagerin Esmeralda als Fact-Checkerin mit.“

Strache dreht stattdessen den Spieß um und wirft der Regierung „Fake News“ vor, etwa bei der Kriminalstatistik: „Die Kriminalität sinkt angeblich. Das wollen die Damen und Herren im Innenministerium mit schwarzer Magie wie etwa ‚Mathematik’ berechnet haben. Aber das widerspricht meinem Weltbild, folglich kann es nicht stimmen.“

Heilmittel Bildung?

Doch was tun gegen Falschmeldungen? Die FPÖ fordert eine massive Bildungsreform, so Strache: „Deutsch-Pflicht im Englischunterricht, im Geschichtsunterricht nur mehr die Aufzeichnungen der Historiker Gebrüder Grimm, und die sofortige Einführung der Deutschen Mathematik (Anm.: Ausschließliche Verwendung der Zahlen zwischen 1938 und 1945).

(Jergitsch. Foto: Michael Gruber/picturedesk.com)