Chronik

Im Urlaub: Grasser findet Geldkoffer beim Schnorcheln

Grasser

Krass, krasser, Grasser: Wie heute bekannt wurde, fand Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser einen mit 543.000 Euro gefüllten Geldkoffer beim Schnorcheln auf den Cayman Islands. Da sich der rechtmäßige Besitzer nicht meldete, geht der Koffer mitsamt Inhalt nun in Grassers Eigentum über.

caymanislands„Nach der schändlichen Schmutzkübel-Kampagne, die in Österreich gegen meine Person geführt wurde, hat sich das Blatt endlich zu meinen Gunsten gewendet“, lacht ein zufriedener Grasser gegenüber der Tagespresse.

Wie jeden Sommer urlaubte er auch dieses Jahr wieder auf den als Steuerdomizil bekannten Cayman Islands – „weil sie dort so einen tollen Strand haben“, stellt Grasser klar.

Dass er den Koffer fand, war demnach eine Fügung des Schicksals: „Eigentlich wollte ich nach einem Termin mit einer Privatbank, die ich mit meinem Fachwissen berate, gleich nach Kitzbühel weiterjetten“, erklärte Grasser. Doch weil das Wetter so schön war, entschied er sich noch für einen kurzen Schnorchelausflug. Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte: „Nach all dem Ungemach, das mir die heimischen Medien bescherten, kommt dieser Glücksfund sehr gelegen.“

Wie jeder pflichtbewusste Bürger meldete er den Fund zunächst der Polizei. Doch als sich nach der gesetzlichen Drei-Minuten-Frist kein Besitzer meldete, ging das Besitzrecht automatisch an Grasser über: „Nein zu sagen wäre hier rechtlich nicht einmal möglich gewesen“, beschwichtigt er.

Nun will er einen Teil des gefundenen Geldes wohltätigen Zwecken zukommen lassen: „Ein signifikanter Anteil wird der gemeinnützigen ‚Karl-Heinz-Grasser-Stiftung für ehemalige Finanzminister im vorzeitigen Ruhestand‘ zu Gute kommen. Ein bisschen Wohltätigkeit muss einfach sein.“

(Fotos: ORF, pixluser)

35 Kommentare

35 Comments

  1. DaWonga

    06.04.2015 um 18:39

    Wenn es wahr wäre, dann wäre es eine geniale Art Schwarzgeld zu legalisieren. Man versenke einen Koffer voll Geld und dann findet man ihn zufällig beim Schnorcheln. Besitzer wird sich keiner melden … und man ist in Besitz von sauberem Geld.

  2. braveheart

    05.04.2015 um 16:37

    Das schlimme an Grasser ist, man kann bei ihm Satire und Realität nicht mehr unterscheiden. Bis zum Satz “ die gesetzlichen 3 Minuten bis der Inhabe kommt etc.“ dachte ich es hört sich an wie Satire aber könnte stimmen.

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