Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h fegt derzeit ein Orkan durch Österreich. Auch in der Bundeshauptstadt Wien kam es zu heftigen Verwehungen. In Teilen der Stadt liegt bereits ein halber Meter Tschikstummel.

Von Tschik eingeschlossen

Im bürgerlichen Bezirk Hietzing hat man so eine Situation noch nicht erlebt. Mehr als 50 Zentimeter Tschikstummel versperren hier dutzende Straßen. Der Bezirk ist von der Innenstadt praktisch abgeschlossen.

„Das hat uns alles dieser Orkan aus der Stadt angeweht“, erzählt Bewohnerin Viktoria L. geschockt, während sie mit der Schneeschaufel die Tschik vor ihrem Haus beseitigt. „Vom ganzen Gürtel und der Wienzeile hat der Orkan die Tschikstummel mitgerissen. Teilweise konnte man die Hand vor den eigenen Augen nicht mehr sehen.“

Nervosität

Auf der Hohen Warte in Wien herrscht höchste Alarmstufe. „Wir sind alle angespannt und hoffen, dass sich die Situation nicht verschärft“, erzählt ein Mitarbeiter des ZAMG. Er raucht sich gegen den Stress noch eine an, während er den Aschenbecher durch das Fenster in den Wind entleert.

Lawinengefahr auch in Wien

Derzeit überschlagen sich die Ereignisse. Mehrere Parks und Tiergärten wurden bereits geschlossen. Auch der Kahlenberg wurde soeben gesperrt, nachdem dort eine Lawine abgegangen ist.

„Die Tschikstummel, die dort angeweht wurden, sind abgerutscht“, erzählt ein Feuerwehrmann der Stadt Wien. „Ein Student wurde unter mehreren Metern Tschikstummel begraben. Zum Glück konnte er sich aber nach mehr als einer Stunde seinen Weg nach oben freirauchen und sich selbst befreien.“