Chronik

„Gebe immer 100%“: Blutspender tragisch verstorben

Zu einem tragischen Vorfall kam es gestern in der Blutspendezentrale im 4. Wiener Gemeindebezirk. Nachdem ihm 6 Liter Blut abgezapft wurden, verstarb der 29-jährige Unternehmensberater Marcus T. an akutem Blutmangel.

Schwer verständlich
Ein sichtlich geschockter Mitarbeiter des Roten Kreuzes schildert den Medien, dass der dynamisch auftretende Mann sich ständig in einen kaum verständlichen Kauderwelsch artikulierte: „Immer wieder forderte er, er wolle seine Liquid Body Resources gerne asap als eine No-Cost-Contribution in unseren Business Life-Cycle einspeisen, um den Non-Profit Workflow zu optimieren. Wir dachten zuerst, er ist einfach nur geistig verwirrt.“

Unter Zuhilfenahme seines Notebooks und einer einstündigen PowerPoint-Präsentation gelang es dem Unternehmensberater schließlich zu vermitteln, dass er gerne eine Blutspende leisten würde.

Aggressiv
Nach der Ermittlung seiner Blutgruppe – B negativ – rastete der Mann allerdings aus. „Sie wollen mir reporten, dass eine meiner Core-Ressources mit einem negativen Measurement-Value performt? Das ist ein absolutes No-Go! Pumpen sie mir das gesamte Zeug quick and dirty ab!“

Nach Angaben der Polizei hielt der Unternehmensberater daraufhin die Rotkreuz-Mitarbeiter mit seinem Laserpointer in Schach und verweigerte strikt das Entfernen der Venenkanüle mit den Worten: „Ich gebe immer 100 Prozent! Zu diesem Approach habe ich mich proaktiv committet, also werde ich das auch diesmal delivern!“

Kurz bevor er das Bewusstsein verlor, kam Markus T. laut Augenzeugen noch ein gequältes „Work hard, play hard“ über die Lippen. Doch da war es wohl schon zu spät: „Wir konnten ihn nicht mehr retten“, erklärt der diensthabende Arzt bestürzt.

Corporate Sadness
Tiefes Bedauern zeigte auch der Arbeitgeber des Opfers. „Das ist schon ein ziemlicher Backlash für unseren Brand. Er war Teil unseres Key Staff mit unglaublichem Empowerment-Skills bei unseren Stakeholdern. Aber wir haben schon mehrere High Potentials in der Pipeline, die den Lead nun übernehmen werden“, gibt sich der CEO des internationalen Consulting-Unternehmens optimistic.

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(Alexander Lueger)

52 Kommentare

52 Comments

  1. 52 Kommentare?

    27.04.2016 um 15:29

    Seh nur 18!

  2. B.

    15.03.2016 um 20:29

    Bin gar nicht tot!

    • born to be wild

      15.03.2016 um 20:31

      Das ist doch dieser verdammte Bachmann?

  3. Wichtigmacher

    07.03.2016 um 15:15

    Am Ende des Tages wurde die Blood Contribution, sozusagen quasi gegreenlighted!

    • Völlig egal:

      07.03.2016 um 21:22

      meinem Seifenspender ist es ganz ähnlich ergangen! Nur dass der geweißsagt anstatt gegreenlighted wurde.

  4. Schlawiner

    06.03.2016 um 09:47

    Des is a riesn Bisness Oportjuniti !!!

    • Paul

      06.03.2016 um 10:29

      meint: Gönnt euch mehr Spaß: https://www.youtube.com/watch?v=vJvAhzNoPAA

      • Paul meint vermutlich:

        06.03.2016 um 10:32

        Und vor allem weniger Löcher. Ob im Dach oder dem Budget – egal, hauptsächlich keine Löcher.

        Budgetlöcher vermeidet man übrigens durch Staatseinnahmen: Steuern, Abgaben, Gebühren …

        Aber eben besonders von den Reichen!

  5. Ritschi

    05.03.2016 um 22:43

    Wenn ich einmal eine Blutspende erhalten sollte, kann ich nur hoffen, dass die nicht von diesem Typen stammt

    • Bingo Bongo

      05.03.2016 um 22:45

      Keine Sorge, ist nur Satire. In Wahrheit ist dessen Körper so blutleer gewesen, dass ein Blutegel keinen Tropfen darin gefunden hätte: besonders der Kopf.

      • Bonobo

        05.03.2016 um 22:47

        Und, wer weiß das nicht? Jeder der hin sieht, erkennt sofort an den bleichen Gesichtern jedweder Eliten, dass die blutleer sind: besonders in den hohlen Köpfen!

    • Miss Li

      05.03.2016 um 23:18

  6. carlo sociale

    05.03.2016 um 21:45

    Unglaublich lustig für Mitbürger, die gerade einen Angehörigen verloren haben, dem die Mediziner nicht mehr helfen konnten.
    Mir ist jedenfalls das Lachen im Hals stecken geblieben.

    • Bingo Bongo

      05.03.2016 um 22:43

      … ist jedenfalls das Lachen im Hals stecken geblieben …

      Dann bist du ja massiv ausfallgefährdet.

    • Anonymous

      06.03.2016 um 07:48

      Wesentlich lustiger ist es natürlich für Mitbürger, die gerade einen Angehörigen verloren haben, dem die Mediziner noch hätten helfen können, hätte der gute Angehörige eine dickere Brieftasche gehabt.

      • Der Waldläufer

        06.03.2016 um 10:26

        Dahin arbeitet unsere politische Dreckite, dass sich viele nichts mehr werden leisten können. Das Traurige daran: umso jünger einer ist, desto weniger ärgert er sich darüber und deshalb tut er auch nichts dagegen.

        • Der Waldläufer

          06.03.2016 um 10:27

          Aber wie reagiert man richtig? Besonders, wenn man weiß, dass es in 19 Jahren 35 Pensionsänderungen gegeben hat, wie ich hier wo habe lessen können.

  7. 100 % sind nicht genug!

    05.03.2016 um 21:13

    ?

  8. Mr. 100 %

    05.03.2016 um 21:07

  9. Dude

    05.03.2016 um 01:39

    Da kriegste aber Kammerflimmern!

  10. Anonymous

    05.03.2016 um 00:41

    Yolo!

  11. Für die dämlichsten Verbrecher dieser Welt: die österr. Politikster

    04.03.2016 um 23:14

    Für die unter uns, die weiterhin zu dämlich sein werden zu lernen (hauptsächlich die ÖVPler!): https://www.youtube.com/watch?v=ohLhEM2_p1g&feature=youtu.be&t=3628

    • Dude

      05.03.2016 um 01:40

      Eins jeredded, das andere Ländle dabei, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und der Rest wartet auf den Untergang.

    • Burian

      05.03.2016 um 12:05

      Und Österreich ist auf dem Weg Griechenlandes: durch Sparpolitik für Allgemeinbürger und Steuerersparpolitik für Eliten, hehe.

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