Die Tagespresse http://dietagespresse.com Österreichs seriöseste Onlinezeitung Fri, 30 Jan 2015 09:28:50 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.1 Traditionelle Krawallnacht durch gewaltlosen Protest von friedlichen Demonstranten bedroht http://dietagespresse.com/traditionelle-krawallnacht-durch-gewaltlosen-protest-von-friedlichen-demonstranten-bedroht/ http://dietagespresse.com/traditionelle-krawallnacht-durch-gewaltlosen-protest-von-friedlichen-demonstranten-bedroht/#comments Fri, 30 Jan 2015 09:17:33 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3828 Auch heute will das NoWKR-Bündnis wieder durch die Wiener Innenstadt ziehen, um ein Zeichen gegen Vernunft zu setzen. Doch die traditionellen Ausschreitungen werden durch mehrere friedliche Gruppierungen bedroht, die sich ebenfalls angekündigt haben. Sie wollen die Krawalle mit Lichterketten, Gesängen und Mahnwachen stören.

Eine Sprecherin des NoWKR-Bündnis zeigt sich gegenüber der Tagespresse beunruhigt: „Unser Kampf gegen faschistische Schaufenster_innen und kapitalistische Mistkübel_innen droht, durch den friedlichen Protest von einigen zehntausend Problemfällen in ein positives Licht gerückt zu werden.“

Die Sprecherin befürchtet, dass durch den friedlichen Protest die Aufmerksamkeit weg von den Krawallen, und hin zur gesellschaftlichen Problematik des Rechtsextremismus gelenkt werden könnte.

„Wir sind das Proletariat! Nieder mit dem Kapitalismus! Kommunismus jetzt!“, brüllt sie energisch und schüttet dabei versehentlich ihren Fairtrade-Karamel-Frappucino über ihr 15″ MacBook Pro.

Dann bekräftigt sie: „Nur mit Gewalt können wir nämlich die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die wahre Gewalt von der Ideologie der Rechten ausgeht.“ Dies sei auch das Thema ihrer Literaturwissenschafts-Diplomarbeit, an der sie bereits seit 1996 schreibt.

Auch die FPÖ ist über den angekündigten Aufmarsch friedlicher Demonstranten besorgt: „Was soll der Kickl morgen in seiner Aussendung schreiben, wenn nicht zumindest ein paar Mistkübel durch die Luft segeln?“, so Parteiobmann HC Strache. Er hofft daher auf engagierte Autonome: „Dann können wir wieder glaubwürdig unsere Opferkarte ausspielen, wie jedes Jahr!“

Die Polizei ist durch den drohenden Aufmarsch der friedlichen Demonstranten alarmiert. Sie wird daher auch heuer wieder um Eskalation bemüht sein: „Wir werden mit allen Mitteln verhindern, dass es zu keinen Ausschreitungen kommt“, so ein Sprecher. Daher wolle man wieder grundlos Pfefferspray gegen Demonstranten anwenden, die zu friedlichen Mitteln greifen.

(Foto: Martin Juen)

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„Endlich 72 tanzende Jungfrauen“: Dschihadist (23) ergattert Karte für Burschenschafter-Ball http://dietagespresse.com/endlich-72-tanzende-jungfrauen-dschihadist-23-ergattert-karte-fuer-burschenschafter-ball/ http://dietagespresse.com/endlich-72-tanzende-jungfrauen-dschihadist-23-ergattert-karte-fuer-burschenschafter-ball/#comments Thu, 29 Jan 2015 09:11:13 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3823 Für Dschihadist Achmed M. (23) geht morgen ein Traum in Erfüllung: Er wird den Burschenschafter-Ball in der Wiener Hofburg besuchen, um „endlich 72 tanzende Jungfrauen zu treffen“, wie er der Tagespresse verrät.

„Ich habe mir sofort eine Karte gekauft, als ich hörte, dass es einmal im Jahr in der Hofburg dieses Paradies gibt“, erzählt Achmed begeistert. Er kann sein Glück kaum fassen: „72 Jungfrauen in bunten Kostümen, ganz rein, scheu und noch nie sexuell berührt.“ Seine Augen beginnen zu glänzen. „Und einen Säbel tragen sie auch bei sich!“

Neben den Burschenschafter-Jungfrauen freut sich der Gotteskrieger auf ein weiteres Highlight: „Laut Programm wird auf dem Ball zu Mitternacht der Schampus geköpft. Keine Ahnung, was dieser Herr Schampus angestellt hat. Ich finde das jedenfalls eine nette Einlage für die Gäste.“

Mit dabei hat Achmed M. seine AK-47, verziert mit einer schicken roten Schlaufe: „Zu Anfang wird es ja diesen Welcome Shot geben. Das lasse ich mir nicht entgehen.“

Unterdessen wurde bekannt, dass Wladimir Putin überraschenderweise eine Einladung zum Ball ablehnte. Ein Sprecher des russischen Präsidenten erklärte: „Männer in bunten Kleidern, die ihre harten Degen aneinanderreiben, findet Putin bedenklich. Er ist kein Freund der Homosexuellen-Propaganda, sondern sehr, sehr heterosexuell.“ Außerdem habe Putin ohnehin keine Zeit: „Freitag ist immer schlecht. Da hat er Oben-Ohne-Reiten, Samba-Kurs mit seinem Trainer Alberto und danach Brazilian Waxing.“

Wie kommt Achmeds Besuch bei seinen Objekten der Begierde, den Burschenschaftern, an? „Katastrophal“, sagt Adalbert Dietmar Otto Ludwig Friedrich (22). „Wenn so einer kommt, komme ich nicht. Arier statt Scharia!“

Während er stramm wegmarschiert, bleibt seine attraktive Mutter Maria Irmgard Lisa Friederike (46) noch kurz stehen und sagt: „Es tut mir leid! Mein Sohn A.D.O.L.F. kann manchmal ein kleiner Tyrann sein. Wenn sich dieser Achmed integriert, einen Arbeitsplatz hat, unsere Sprache lernt, und uns keinen Arbeitsplatz wegnimmt, was spricht dagegen?“

Das könnte eine rauschende Ballnacht für Achmed M. werden. Die Tagespresse wünscht: Allahs Walzer!

(Sebastian Huber)

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Nicht schon wieder: Rainer Pariasek nach Schladming-Rennen „unabsichtlich“ auf Sessellift vergessen http://dietagespresse.com/nicht-schon-wieder-rainer-pariasek-nach-schladming-rennen-unabsichtlich-auf-sessellift-vergessen/ http://dietagespresse.com/nicht-schon-wieder-rainer-pariasek-nach-schladming-rennen-unabsichtlich-auf-sessellift-vergessen/#comments Wed, 28 Jan 2015 09:34:52 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3811 Nachdem Rainer Pariasek bei Olympia in Sotschi vergessen wurde und auch bei der Fußball-WM für ihn nur ein One-Way-Ticket gebucht war, wurde der Sport-“Reporter“ gestern abermals Opfer eines unglücklichen Missgeschicks. Pariasek wurde nach dem Slalom in Schladming die ganze Nacht über am Sessellift vergessen.

Trotz lauter Hilferufe wurde Pariasek am Lift nicht gehört. Dabei befand sich seine Gondel nur vier Meter außerhalb der Talstation. Der Liftbetreiber spricht von einem „technischen Gebrechen“. Alexander Wrabetz macht gar eine „höhere, göttliche Gewalt“ dafür verantwortlich. Ein Arzt vor Ort erklärt, dass Pariasek die nächtliche Kälte nur überstehen konnte, indem er unablässig mit geschlossenem Mund redete und die dadurch entstehende heiße Luft speicherte.

Kollege Armin Assinger: “Bin extrem schockiert”

In einem emotionalen Interview, das Pariasek nach dem Zwischenfall mit sich selbst führte, erzählt er von der eisigen Nacht: „Wenn man in dunkler Stille einsam am Lift hängt, da gehen einem die existenziellen Fragen des Lebens durch den Kopf, Dinge, die mich seit langem beschäftigen. Soll ich mir die Achselhaare färben? Und warum gibt es bei Zalando eigentlich keine eigene Rubrik für angespitzte Lackschuhe?“

Den ORF-Kollegen in Schladming ist Pariaseks Abwesenheit im Hotel nicht aufgefallen. Co-Kommentator Thomas Sykora erklärt: „Der Rainer ist abends nie bei uns dabei am Esstisch sondern geht immer gleich aufs Zimmer.“ Pariasek lernt nämlich täglich hunderte Vokabeln, um sein Denglisch zu perfektionieren.

Als der Liftwart den ORF-Mann am nächsten morgen entdeckte und zurück zum Hotel brachte, war im ORF-Auto aber kein Platz mehr für die Rückfahrt frei. „Auch der ORF muss sparen“, erklärt Kollege Oliver Polzer. „Der Rainer ist nicht aufgetaucht. Wir haben dann sogar fast beinahe versucht, ihn eventuell einmal anzurufen. Aber dann haben wir den Sitzplatz leider an das Schminktascherl von Armin Assinger vergeben.“

Obwohl Pariasek angeboten hat, die Heimreise selbst zu finanzieren, hat ORF-Chef Wrabetz ihn gebeten, „vorerst in Schladming die Stellung zu halten.“ Der ORF hat Pariasek frei gestellt und diesem die Erlaubnis gegeben, vor Ort Feuerwehrfeste oder Kreisverkehrseröffnungen zu moderieren.

Bei Rainer Pariasek jedenfalls brachte der Vorfall das Fass zum Überlaufen. Er vermutet schon lange keinen Zufall mehr, sondern eine Intrige des ORF. Pariasek will jetzt endlich auspacken und seine Version darlegen. Der Tagespresse wollte er ein Skype-Interview direkt aus Schladming geben. Doch zum vereinbarten Zeitpunkt konnte die Redaktion der Tagespresse aus mysteriösen Gründen leider keine Internetverbindung herstellen.

(Jürgen Marschal. Titelfoto: Kara, Fotolia.com, Montage. Foto unten: ORF/Milenko Badzic)

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Autoritärer Herrscher festigt Macht durch Abhaltung von „Wahlen“ http://dietagespresse.com/autoritaerer-herrscher-festigt-macht-durch-abhaltung-von-wahlen/ http://dietagespresse.com/autoritaerer-herrscher-festigt-macht-durch-abhaltung-von-wahlen/#comments Mon, 26 Jan 2015 11:04:49 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3796 Schon wieder bedient sich ein autoritärer Herrscher an den Institutionen der Demokratie, um seine Macht zu festigen: der Machthaber Niederösterreichs, Erwin Pröll I., ließ gestern sogenannte „Gemeinderatswahlen“ abhalten. Noch am selben Abend erklärte sich seine Partei zum haushohen Sieger. OSZE-Wahlbeobachter waren keine anwesend.

Pröll I. nahm das Wahlergebnis in einer Rede vor Anhängern an und sprach von einem „Sieg der Demokratie“. Laut ersten Hochrechnungen erreichte seine Partei in zahlreichen Wahlkreisen Ergebnisse jenseits der 50 Prozent. Das niederösterreichische Staatsfernsehen ORF-NÖ zeigte Bilder von jubelnden Anhängern des Herrschers.

Vertreter der kaum vorhandenen Opposition sprachen jedoch von massiven Unregelmäßigkeiten. So ist etwa von vorausgefüllten Wahlzetteln die Rede, die angeblich direkt vor Wahllokalen verteilt wurden. Auf manchen Stimmzetteln schien überhaupt nur die Partei des Machthabers auf. Die Opposition will das Ergebnis daher nicht anerkennen. Freilich gilt ihr Protest als aussichtsloser Akt der Verzweiflung.

Bereits seit knapp 23 Jahren hat Erwin Pröll I. das Land fest im Griff. Im Laufe der Jahre platzierte er Angehörige seines Clans „Volkspartei“ gezielt an wichtigen Positionen in Politik und Wirtschaft, um seinen Machterhalt sicherzustellen. Kritische Medienberichterstattung ist kaum vorhanden, Kritiker verschwinden nicht selten spurlos in der Frühpension.

Gleichzeitig entwickelt sich das Land nur äußerst langsam. Zwar gibt es in einigen Tälern bereits Internetanschluss, doch weite Gebiete stecken kulturell und gesellschaftlich immer noch im 19. Jahrhundert fest. Jedoch ist nicht alles schlecht, immerhin baute Pröll zahlreiche Autobahnen.

Pröll I. sitzt fest im Sattel. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine Hoffnung auf demokratische Reformen. Doch wer weiß, vielleicht dringt der Geist des arabischen Frühlings irgendwann auch nach Niederösterreich vor und lässt das unterdrückte Volk erwachen.

(Foto: NÖVOG)

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Neue Herausforderung: Bandion-Ortner wird Quereinsteigerin im Dschungelcamp http://dietagespresse.com/neue-herausforderung-bandion-ortner-wird-quereinsteigerin-im-dschungelcamp/ http://dietagespresse.com/neue-herausforderung-bandion-ortner-wird-quereinsteigerin-im-dschungelcamp/#comments Fri, 23 Jan 2015 09:07:58 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3790 Nach dem Rückzug aus dem Saudi-Dialogzentrum musste Claudia Bandion-Ortner nicht lange nach einer neuen Scheintätigkeit suchen. Heute morgen wechselte sie als Quereinsteigerin ins RTL-Dschungelcamp und sorgt bereits mit ihren ersten Auftritten für Unterhaltung bei TV-Zusehern und für Terror bei Camp-Kollegen.

Die RTL-Produzenten staunten nicht schlecht, als Bandion-Ortner mitten in der Nacht in Australien an den Zäunen des Dschungelcamps rüttelte und schrie: „Ich bin kein Star, aber ich will da unbedingt rein!“ Die Produzenten überlegten nicht lange, denn da der Fremdschäm-Faktor des diesjährigen Camps bisher weit hinter den Erwartungen gelegen ist, kam die exzentrische Brillenträgerin aus Österreich gerade recht.

RTL will die ehemalige Justizministerin als Larissa-Nachfolgerin inszenieren und setzt dabei voll und ganz auf ihre unbeholfen-naive Art. „Neben dieser Banditin-Ortner oder wie die heißt, da wirken selbst die C-Promis im Camp wie Hollywood Stars“, erzählt ein BILD-Journalist.

Das RTL-Team arbeitet bereits fieberhaft an speziell für Bandion-Ortner organisierten Dschungelprüfungen. So muss sie etwa als Strafe zehn Minuten in einer Kiste voller Geldscheine sitzen und darf dabei keinen einzigen davon in ihre Tasche stecken.

Doch zerstört sich die ehemalige Justizministerin mit diesem Schritt den letzten Rest an Seriosität? Bandion-Ortner sieht das im Gespräch mit der Tagespresse anders: „Es ist ja nicht so, dass hier jeden Freitag die Kakerlaken mit unseren Zähnen geköpft werden.“ Denn Kakerlaken-Tag ist immer Mittwochs.

Claudia Bandion-Ortner. Hier im Dschungel wirkt sie glücklich, hier darf sie ganz sie selbst sein, muss sich nicht mehr verstellen. Eine Frau, die endlich da ist, wo sie immer schon hin gehört hätte. Lächelnd bastelt sie sich eine Designerbrille aus einem Koala-Penis und näht sich eine Burka aus Känguru-Fell.

Nur, als wir sie fragen, was sie nach dem Camp machen wird, da verschwindet ihr Lachen kurz und sie zeigt sich erstaunt: „Wieso nach dem Camp? Ich hab gedacht, das hier ist eine Fixanstellung?“

(Jürgen Marschal. Foto: RTL, Montage)

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Neue Wechselgerüchte zwischen ÖBB und SPÖ: Faymann als Schaffner im Gespräch http://dietagespresse.com/neue-wechselgeruechte-zwischen-oebb-und-spoe-faymann-als-schaffner-im-gespraech/ http://dietagespresse.com/neue-wechselgeruechte-zwischen-oebb-und-spoe-faymann-als-schaffner-im-gespraech/#comments Wed, 21 Jan 2015 09:27:19 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3785 In letzter Zeit häuften sich Gerüchte, wonach ÖBB-Chef Kern als neuer Parteiobmann zur SPÖ wechseln könnte. Doch nun gibt es Hinweise, dass ein Wechsel zwar ansteht, aber in die umgekehrte Richtung: Werner Faymann arbeitet möglicherweise bereits ab Februar für die ÖBB und wird dort als Schaffner tätig sein.

ÖBB-Passagiere berichten, sie hätten Werner Faymann bereits diese Woche bei seiner Einschulung auf der Strecke Wien – Mistelbach gesehen. Ein Pendler erzählt: „Faymann hat sich als Schaffner getarnt. Er trug eine Perücke und hat sich einen Schnurrbart ins Gesicht geklebt. Aber als er sagte ‚So, die Fahrscheine bitte, hi hi hi hi’, da haben wir ihn sofort erkannt.“

Der Job bei der Bahn käme dem Noch-SPÖ-Chef wohl nicht unrecht. In den Zug-Waggons hätte er endlich Ruhe vom beinharten politischen Tagesgeschäft und könnte seiner großen Leidenschaft nachgehen, nämlich seine Lieblingsinserate ins VOR-Magazin kleben.

Bei der ÖBB will man die Gerüchte nicht bestätigen. Wohl auch deshalb, weil Faymanns Anstellung intern hart umstritten ist. „Ist jemand wie Faymann überhaupt gewachsen für die Aufgabe als Schaffner?“, fragt ein Lokführer, der anonym bleiben will. „Wenn jemand keine Fahrkarte hat, dann muss ich schnell und kompromisslos entscheiden: Schmeiß ich ihn raus oder nicht? Da kann der Faymann nicht einen auf Kanzler machen und sich herumdrucken, eine Taskforce einrichten, fünf Berater engagieren und Eva Dichand fragen.“

Politexperte Filzmaier sieht Werner Faymann als Schaffner in der ÖBB jedoch perfekt aufgehoben: „Im Prinzip muss er im Zug nur das selbe machen wie in der SPÖ: Alle Leute rund um ihn herum kontrollieren, und wer nicht pariert, wird rausgeworfen.“

Wie in der Politik üblich, wird auch Werner Faymann nicht alleine wechseln, sondern wird sein eigenes Team aus alten Vertrauten zusammenstellen. Auf Faymanns zukünftiger Zuglinie wird Charly Blecha bereits als Lokführer gehandelt, während Laura Rudas im Bordrestaurant die Würstel am Grill umdrehen wird, auch wenn noch nicht klar ist, ob sie dafür ausreichend qualifiziert ist. Josef Cap soll alle Ansagen sprechen.

Heißt es für Noch-Kanzler Faymann bald jeden Morgen „Zug fährt ab“? Oder bleibt er doch noch als Chef bei der SPÖ? Denn sollte Faymann Kanzler bleiben, wäre zumindest für die SPÖ der Zug endgültig abgefahren.

(Jürgen Marschal. Foto: Johannes Zinner/SPÖ)

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Larissa Marolt entführt: Kidnapper bieten 1 Million Euro Lösegeld http://dietagespresse.com/larissa-marolt-entfuehrt-kidnapper-bieten-1-million-euro-loesegeld/ http://dietagespresse.com/larissa-marolt-entfuehrt-kidnapper-bieten-1-million-euro-loesegeld/#comments Tue, 20 Jan 2015 09:04:48 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3776 Larissa Marolt ist heute Morgen am Weg zu einem Dreh von Unbekannten entführt worden. Die Kidnapper meldeten sich bereits telefonisch bei den Angehörigen. Sie bieten 1 Million Euro Lösegeld, wenn Marolt schleunigst wieder abgeholt wird.

„Bitte, schickt jemanden vorbei und befreit uns von ihr so schnell wie möglich“, flehte einer der Entführer die Angehörigen an. „Sie redet schon seit zwei Stunden ohne Pause und setzt uns massivem Psychoterror aus. Wir haben schreckliche Angst, dass sie uns noch etwas antut!“

Aufgrund der enormen psychischen Belastung konnten die Entführer keine näheren Angaben zu ihrem momentanen Aufenthaltsort machen. Sie gaben lediglich an, sie hätten sich zum Schutz vor Marolt in einem kleinen, dunklen Kämmerchen im Keller eingesperrt. „Wir wissen nicht was sie als nächstes vorhat. Aber wir glauben, die ist zu allem fähig“, befürchten die Kidnapper.

Sie bieten den Angehörigen 1 Million Euro Lösegeld, welche sie „schon irgendwie zusammenkratzen werden“, wie sie am Telefon versicherten. Die Geldübergabe soll bei der Abholung erfolgen. Um zu beweisen, dass sie es ernst meinen, wollen sie sich ein Ohr abschneiden und den Angehörigen von Marolt per Post schicken.

„Und keine Polizei! Wir wollen diese Larissa Marolt nie wieder sehen müssen, weder im Gerichtssaal, noch sonst wo.“

Unterdessen gaben die Angehörigen bekannt, sich noch zu überlegen, ob sie auf das Angebot eingehen sollen. „In jedem Fall sind unsere Gedanken in diesen schweren Stunden bei den Entführern. Wir fühlen mit ihnen mit und hoffen, dass sie das unversehrt überstehen“, so der Anwalt der Familie.

(Foto: Manfred Werner)

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Forscher finden bisher unbekannte Vogelart in Heinz Fischers Augenbrauen http://dietagespresse.com/forscher-finden-bisher-unbekannte-vogelart-heinz-fischers-augenbrauen/ http://dietagespresse.com/forscher-finden-bisher-unbekannte-vogelart-heinz-fischers-augenbrauen/#comments Mon, 19 Jan 2015 09:10:29 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3772 Immer wieder erstaunlich, wozu Mutter Natur alles fähig ist. Das beweist uns einmal mehr ein Forscherteam, das die verwachsenen Weiten von Heinz Fischers Augenbrauen erkundet. Die Expedition vermeldete heute die Entdeckung einer neuen, bisher unbekannten Vogelart. Das gaben die Forscher via Satellitentelefon bekannt.

Die neue Art wurde Avis rubrum piger benannt und zeichnet sich durch seine träge, ruhige Art aus. Der Vogel wehrt sich gegen natürliche Feinde, indem er diese durch Aufforderungen zum bilateralen Dialog in tiefen Schlaf versetzt.

Bereits seit geraumer Zeit weiß man in Fachkreisen um die Schönheit von Heinz Fischers Augenbrauen Bescheid. Biologen vermuten, dass noch hunderte weitere Tierarten im Dickicht darauf warten, entdeckt zu werden.

Denn aufgrund der dichten Abschirmung von äußeren Einflüssen konnte die Evolution dort über Jahrzehnte ihre eigenen, eindrucksvollen Wege gehen. Im Gegensatz zum Regenwald sind Fischers Augenbrauen außerdem nicht von baldiger Rodung bedroht.

Doch Expeditionen in die Augenbrauen gelten auch als sehr gefährlich, gilt das Gebiet doch als wenig bis gar nicht erschlossen. Die Mittel der Kommunikation sind begrenzt, medizinische Hilfe von Außen nur schwer möglich. Ein Rettungsteam könnte Monate brauchen, um sich zu einem Notfallort durchzukämpfen. Insgesamt vier Forschungsexpeditionen gelten bisher als verschollen.

Trotzdem lassen sich Wissenschaftler immer wieder von der wilden Schönheit der Augenbrauen verführen. Und wer weiß: vielleicht haben die verschollenen Forscher ja ganz einfach nur beschlossen, der Zivilisation den Rücken zu kehren und sich in Heinz Fischers Augenbrauen sesshaft zu machen. Man wird es wohl nie erfahren.

(Foto: GuentherZ, Wikimedia)

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„Toleranz zeigen“: Café Prückel erlaubt Homo-Küsse nach HIV-Schnelltests http://dietagespresse.com/toleranz-zeigen-cafe-prueckel-erlaubt-homo-kuesse-nach-hiv-schnelltests/ http://dietagespresse.com/toleranz-zeigen-cafe-prueckel-erlaubt-homo-kuesse-nach-hiv-schnelltests/#comments Fri, 16 Jan 2015 09:16:07 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3766 Nach massiven Homophobie-Vorwürfen zeigt sich das Wiener Café Prückel nun einsichtig: Ab sofort sind Küsse von Lesben und Schwulen erlaubt, nach einem unkomplizierten HIV-Schnelltest. „Wir wollen uns mit dieser toleranten Geste bei allen entschuldigen, die leider nicht heterosexuell sind“, sagt die Prückel-Chefin.

Darüberhinaus betont sie: „Wir schreiben hier Toleranz ganz groß“. Für homosexuelle Gäste werde es ab sofort einen sogenannten Darkroom geben – ein abgedunkelter Bereich, in dem Zärtlichkeit erlaubt ist: „Bis hin zu perversen Spielarten, wie etwa ein Wangenbussi“, fügt die Chefin verständnisvoll hinzu. „Es gibt ja auch viele nette Schwuchteln. Das muss gesagt werden.“

Damit Homosexuelle als solche erkennbar sind, teilt das Café Prückel nach den bestandenen HIV-Schnelltests rosa Party-Hüte aus: „So wissen wir, gegen wen wir nicht diskriminieren dürfen.“ Einmal im Monat wird es eine Kostümparty im Darkroom geben. „Jeder weiß, dass sich alle Homos gerne verkleiden, schrill sind und eine ganz andere Persönlichkeit haben als normale Heterosexuelle.“ Auf diese Andersartigkeit will man respektvoll eingehen.

Am Weg zum WC wird es eine kurze Begegnungszone mit heterosexuellen Gästen geben – sie soll ein langsames Gewöhnen aneinander ermöglichen. Auf gesellschaftliche Veränderungen müsse man eben so offen reagieren – auch wenn sie sehr riskant sind. „Auch das Wahlrecht für Frauen, ein riskantes Experiment, hat unter anderem positive Seiten. Das erkennen wir an.“

Die angekündigte Protestkundgebung mit über 7000 Facebook-Zusagen bereitet dem Café keine Sorgen. „Die FPÖ hat uns ihre Unterstützung zugesichert.“ Falls die Lage eskaliert, werden HC Strache und Johann Gudenus oben ohne auf Lipizzanern herbeireiten und den Eingang abschirmen. Auch ein Weihwasserwerfer steht bereit. Abschließend äußert die Prückel-Chefin noch einen Wunsch: „Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages die Moralvorstellungen des 20. Jahrhunderts ablegen lassen, und wir weiterziehen – ins 19. Jahrhundert.“

(Sebastian Huber. Foto: Andreas Pöschek/viennaphoto.at, Montage)

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Humanitäre Tragödie: Schiff mit 400 österreichischen Steuerflüchtlingen vor Bahamas in Seenot http://dietagespresse.com/humanitaere-tragoedie-schiff-mit-400-oesterreichischen-steuerfluechtlingen-vor-bahamas-seenot/ http://dietagespresse.com/humanitaere-tragoedie-schiff-mit-400-oesterreichischen-steuerfluechtlingen-vor-bahamas-seenot/#comments Wed, 14 Jan 2015 09:52:50 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3757 Vor der Küste der Bahamas-Hauptstadt Nassau droht eine humanitäre Katastrophe. Eine Luxusyacht mit mehr als 400 österreichischen Steuerflüchtlingen an Bord befindet sich nach einem Motorschaden in Seenot.

Das Schiff ist vollgepfercht mit österreichischen Millionären und bereits seit einem Tag manövrierunfähig. Der Schaden entstand, als ein Passagier am schiffseigenen Golfplatz einen Ball mit voller Wucht in eine Elektronikanlage schoss. Die Lebensmittelsituation am sinkenden Schiff ist dramatisch: seit gestern ist der Dom Pérignon-Champagner aus, es gibt nur mehr Veuve Cliquot. Auch der Kaviarvorrat neigt sich dem Ende zu.

Immer wieder versuchen österreichische Steuerflüchtlinge, über das Meer in die Bahamas zu fliehen. „Sie sind verzweifelt und lassen in Österreich alles zurück bei ihrem Treuhänder“, erklärt ein Vertreter von Amnesty International. Die meisten Flüchtlinge haben nicht einmal einen Diplomatenpass dabei und tragen nichts bei sich außer einem prallgefüllten Geldkoffer.

Das Militär der Bahamas schickt zwar Rettungsboote aus, doch die Regierung des Inselstaates ist verärgert. Auch ein Großteil der Einwohner hat genug vom Steuerflüchtlingsstrom, wie uns ein Fischer erklärt: „Wie kommen wir auf den Bahamas dazu, die österreichischen Millionäre aufzunehmen? Die nehmen doch nur den Milliardären aus Hong Kong und der Wall Street die guten Plätze im Restaurant weg.“

Humanitäre Organisationen auf den Bahamas kümmern sich seit Jahren um österreichische Steuerflüchtlinge und kritisieren die Regierung in Wien für ihr Vorgehen. „Während die Minderheitengruppe der Millionäre in Österreich früher in Ruhe ihren korrupten Tätigkeiten nachgehen konnte, werden sie seit kurzem immer stärker verfolgt. Oft bleibt ihnen nur die Steuerflucht als einzige Möglichkeit, ihr Kapital in Sicherheit zu bringen“, erzählt eine Helferin, die in einem provisorischen Auffanglager Louis Vuitton-Taschen verteilt.

In diesem Auffanglager treffen wir auch den Salzburger Steuerflüchtling Ludwig von Mohrheim IV. (67), der sich seit Anfang des Jahres auf den Bahamas befindet und auf Asyl wartet. Er ist es auch, der uns von horrenden Zuständen im Heim berichtet: „Wir sind hier seit Wochen in Doppelzimmern untergebracht! Und das nur in einem 4 Sterne Superior Hotel!“

Die Helferin unterstützt Leute wie von Mohrheim IV., damit sie auf den Bahamas zumindest das Allernotwendigste bekommen: einen Aufenthaltsraum, eine Küche, und die Möglichkeit, einmal am Tag ihr Geld zu waschen.

(Jürgen Marschal. Foto: Alex Proimos)

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