Die Tagespresse http://dietagespresse.com Österreichs seriöseste Onlinezeitung Fri, 24 Oct 2014 07:57:20 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.0 Für Strasser, Grasser & Co.: Swarovski präsentiert exklusive Fußfessel-Kollektion http://dietagespresse.com/fuer-strasser-grasser-co-swarovski-praesentiert-exklusive-fussfessel-kollektion/ http://dietagespresse.com/fuer-strasser-grasser-co-swarovski-praesentiert-exklusive-fussfessel-kollektion/#comments Fri, 24 Oct 2014 07:57:20 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3415 Der Schmuckhersteller Swarovski präsentierte heute eine exklusive Fußfesselkollektion. Damit reagiert der Konzern auf den neuesten Trend in der High Society, vermehrt Fußfesseln zu tragen.

Noch in diesem Herbst kommen die mit edlen Glaskristallen besetzten Fußfesseln auf den Markt. Der Schmuck erscheint unter dem Label ‚Fiona Footwear’, das Design stammt von André Heller. Kolportierter Preis pro Stück: „Ab 50.000 Euro aufwärts, wobei nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind“, verrät der Pressesprecher der Tiroler Firma Swarovski.

Die Produktbezeichnung soll jedoch angepasst werden: „Beim Begriff ‘Fußfessel’ denkt man an Handtaschenräuber oder Sexualstraftäter. Unsere Kundschaft jedoch stammt aus der gehobenen Schicht, deshalb nennen wir das Produkt nicht ‘Fußfessel’, sondern ‘Stabilen Fußschmuck’, ‘Ewiges Fußbändchen’, oder auch ‘Leistungsträgerring’.“

Die Nachfrage dürfte jedenfalls groß sein. Immer mehr prominente Verurteilte berichten, dass sie mit den momentanen, öden Standardfußfesseln der Justiz ihr Sozialleben nicht ungestört weiter führen können.

„Erst letztens woar I in da Oper, do bin I jo no problemlos eini kumma, obwohl I e ned wollt, sondern nur mei Frau“, erzählt etwa Hannes Kartnig. „Oba noch der Scheißvorstellung wollt I no in an Luxusclub eini, a bissl feiern, auf amol sogt da Türsteher zu mir ‘Tut mir Leid, aber mit DEN Fußfesseln kommen Sie hier nicht rein.’“

Hätte Kartnig bereits die hübschen Luxus-Fesseln von Swarovski getragen, wäre er problemlos in den Club gekommen und hätte einen gemütlichen Abend im Kreise seiner engsten Callgirls verbringen können.

Auch andere Unternehmen reagieren auf die immer häufigeren Verurteilungen von Politikern und Wirtschaftsgrößen. Das Café Landtmann beispielsweise eröffnet ab 2015 eine eigene Dependance im Buffet der Justizanstalt Josefstadt, und schon ab November wird der Gefängnisbrei von Do&Co zubereitet.

Aus der Firma Swarovski vernimmt man, dass die Idee zu den Luxus-Fesseln von Fiona Swarovski stammt, die sich bereits um die Zukunft ihres Mannes Karl-Heinz Grasser sorgt. Ob Grasser die Swarovski-Fußfesseln noch in diesem Jahr bereits im Voraus kaufen wird, ist unklar.

„Ich muss da erst mit meinem Steuerberater sprechen und fragen, ob ich die Fußfesseln von der Steuer absetzen kann“, erklärt Grasser. Insidern zufolge arbeitet er an einer Konstruktion, mit der die Fußfessel steuerschonend über eine GmbH auf Zypern gekauft wird, um sie dann von einer Stiftung in Liechtenstein leasen zu lassen, sodass sie schließlich über eine Briefkastenfirma auf den Cayman Islands bei Grasser landet.

Weltweit steigt nirgendwo sonst die Nachfrage nach Fußfesseln so rasant wie in Österreich. Führende US-Konzerne planen bereits, ihre Konzernzentralen nach Wien zu verlegen – aus logistischen Gründen irgendwo nahe des Parlaments.

„Wenn das so weiter geht, ist bis zum Jahr 2040 etwa ein Drittel aller Politiker und Manager verurteilt“, erklärt Politologe Peter Filzmaier. „Österreich könnte ein Vorreiter werden was den offenen Umgang mit Verurteilten betrifft. Österreich könnte das erste Land weltweit werden, in dem die gesamte Bundesregierung und der Kanzler eine Fußfessel trägt.“

(Jürgen Marschal. Foto: afagen)

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NEOS kritisieren sinkende Kommerzialisierung von Weihnachten http://dietagespresse.com/neos-kritisieren-sinkende-kommerzialisierung-von-weihnachten/ http://dietagespresse.com/neos-kritisieren-sinkende-kommerzialisierung-von-weihnachten/#comments Wed, 22 Oct 2014 08:13:50 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3408 Langsam werden die Tage kürzer, im Radio erklingen erste Weihnachtslieder, in so manchen Supermärkten wird bereits das Sortiment für den Weihnachtsverkauf eingerichtet. Den NEOS sind diese Entwicklungen ein Dorn im Auge. Sie beklagen die sinkende Kommerzialisierung des Heiligen Festes.

Wir treffen den Parteichef Matthias Strolz in seinem Büro in Wien. „Zuallererst: Ja, auch meine Frau und ich haben uns dieses Jahr auf eine Ausgabengrenze für Weihnachtsgeschenke geeinigt“, erklärt er und dreht sich auf seinem Bürosessel. „500 Euro. Diese Grenze darf nicht unterschritten werden, zum Wohle der Wirtschaft.“

Als Vater von drei Kindern nimmt Strolz das Weihnachtsfest sehr ernst. Jedes Jahr verkleidet er sich als Santa Claus und legt drei Geschenke unter den Baum. „Wichtig ist mir, dass meine Kinder zu Weihnachten etwas fürs Leben lernen. Deshalb bekommt nicht jedes meiner drei Kinder ein Geschenk. Nein: das Kind, das am stärksten ist und die Ellenbogen am besten einsetzt, bekommt alle drei.“

Als selbsternannte Unternehmerpartei haben es sich die NEOS zur Aufgabe gemacht, die Frequenz von Weihnachten optimal an die Bedürfnisse des Einzelhandels anzupassen: „Ab nächstem Jahr wollen wir Weihnachten einmal im Quartal durchführen“, verspricht Strolz.

Die NEOS nutzen derzeit ihre Kontakte zur Wirtschaft und bringen demnächst neue Weihnachtskrippen in Umlauf. Zusätzlich zu den konventionellen Figuren wie Jesus, Maria, dem Esel und den Heiligen Drei Königen, befinden sich im Stall zu Betlehem nun auch finanzstarke Werbetestimonials wie das Ja-Natürlich-Schwein, die Familie Lutz und eine Kinderkrippe vom Dänischen Bettenlager.

Kommt man auf Religion zu sprechen, wird Strolz emotional. „Was soll man überhaupt von Typen wie Gott halten? Ok, in sieben Tagen hat er die Welt erschaffen, aber seither nix mehr! Sieben Tage gearbeitet und seither ohne Job?“, quiekt Strolz in seinem Büro, springt an die Wand und schwingt sich von einem Traumfänger zum nächsten, während er mit dem Nudelsieb um sich schlägt. „Tut mir Leid, für so einen Sozialschmarotzer haben wir Wirtschaftstreibende von den NEOS keinen Platz.“

Doch den Vorwurf der sozialen Kälte wollen die NEOS nicht gelten lassen. Sie fordern, die weihnachtliche „Licht ins Dunkel“-Spendengala noch effizienter zu gestalten. Die Spenden sollen nicht gleich an Bedürftige weitergereicht, sondern profitabel in Optionsscheine und Devisen-Swaps mit Hebelwirkung investiert werden, damit sich das Geld auf „weihnachtswundersame Weise“ vermehrt, wie Strolz erklärt. „Getreu unserem Weihnachtsmotto: Spekulation statt Spekulatius!“

Bevor wir das Büro wieder verlassen, wollen wir von Strolz wissen, wie er den 24. Dezember überhaupt verbringt. „Ganz klassisch, so wie jedes Jahr“, sagt Strolz. „Am Nachmittag genehmige ich mir einen reinigenden Glühweineinlauf. Und am Abend sitzen wir im Kreis der Familie, wir werden ruhig und besinnlich und schauen uns gemeinsam die Aktienkurse an.“

(Jürgen Marschal. Foto: NicoleHeilingPhotography)

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Nach umstrittenen Aussagen: Bandion-Ortner ruft bei Deradikalisierungshotline an http://dietagespresse.com/bandion-ortner-ruft-deradikalisierungshotline/ http://dietagespresse.com/bandion-ortner-ruft-deradikalisierungshotline/#comments Tue, 21 Oct 2014 08:05:43 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3401 Mit ihrer Aussage „In Saudi-Arabien wird nicht jeden Freitag geköpft“ schockierte Claudia Bandion-Ortner, Ex-Justizministerin und derzeitige Generalsekretärin des saudi-arabischen „König-Abdullah-Dialogzentrums“, ganz Österreich. Nun zog sie die Notbremse und rief die neu eingerichtete Deradikalisierungshotline an – offenbar auf Druck ihrer Familie.

„Hilfe, meine Tochter ist radikal“ – mit diesem verzweifelten Bekenntnis empfängt uns die Mutter von Claudia Bandion-Ortner in ihrem Heimatdorf im Salzburger Lungau. Alles begann, als ihre Tochter 2009 ihre Stelle als Justizministerin verlor: „Sie war orientierungslos, ohne Perspektive.“

Diesen Moment der Verwundbarkeit machte sich ein saudi-arabischer Ölscheich zu Nutze und sprach sie auf offener Straße an. „Mit einem Zehn-Euro-Schein lockte er meine Claudia in das Dialogzentrum.“

Sie erwies sich als besonders empfänglich für radikales Gedankengut; sie musste nicht einmal einer Gehirnwäsche unterzogen werden: „Claudia erklärte sich bereit, alle Ansichten des Zentrums zu übernehmen, wenn man ihr in Saudi-Arabien eine eigene Fahrspur einrichtet.“

Da Frauen das Autofahren dort jedoch verboten ist, einigte sich man mit ihr auf einen Gehsteig. „Dort darf sie sich ein Blaulicht auf ihre Abaya schnallen und so viele Passanten überholen wie sie will. Sie darf dabei sogar ‚Tatütata’ rufen.“ Damit ging für Claudia ein jahrelanger Traum in Erfüllung, erzählt die Mutter weiter.

Doch nach dem „Freitags“-Sager erkannte ihre Mutter, dass Claudias Radikalität problematische Ausmaße angenommen hatte und zwang sie, sich über die Hotline deradikalisieren zu lassen.

Beim Familienministerium bestätigt man mittlerweile den Anruf von Bandion-Ortner. „Ich habs selbst kaum glauben können, aber es hat tatsächlich jemand angerufen. Die Dame bot an, für einen Zwanziger jeglichem extremistischen Gedankengut abzuschwören“, erklärte Familienministerin Karmasin (ÖVP).

Und Karmasin hat sogar gute Nachrichten: wie viele andere gescheiterte ÖVP-Politiker vor ihr darf sich auch Claudia Bandion-Ortner Hoffnungen auf einen Versorgungsposten bei der Raiffeisenbank machen. Dort könnte sie halbtags herumsitzen und aus dem Fenster schauen. „Hier wäre also nicht einmal eine Umgewöhnung von ihrer Tätigkeit im Dialogzentrum nötig“, so Karmasin.

Sogar eine Rückkehr in die Politik scheint möglich. Gerüchten zufolge gab es ein Geheimtreffen mit Frank Stronach. Stronach dazu: „Die Werte passen, bei vielen Themen san wir einer Meinung.“ Demnach soll sie die Speerspitze der nächsten Team Stronach-Kampagne werden: „Endlich Nägel mit Köpfen machen bei Berufskillern.“

(Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles / Mike Ranz)

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„Bin bereit für neue Herausforderung“: Toni Polster bringt sich als OMV-Chef ins Spiel http://dietagespresse.com/toni-polster-omv-chef/ http://dietagespresse.com/toni-polster-omv-chef/#comments Fri, 17 Oct 2014 07:59:32 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3379 Der ehemalige Fußballstar Toni Polster könnte eigenen Angaben zufolge Gerhard Roiss als Vorstandsvorsitzender der OMV nachfolgen. Der milliardenschwere Ölkonzern dementiert nicht.

„Ja, es stimmt“, sagt Polster, als wir ihn in der ‚Schneeflittchen-Bar’ in Wien-Meidling treffen. Hier, in seinem Stammlokal, nahmen die Gerüchte ihren Ursprung. „Es gab telefonische Gespräche mit der OMV. Alles ist bereits unter Dach und Fach“, bestätigt der Ex-Fußballstar, während ihm Kellner Zlatan noch ein Fass Schwechater Bier an den Tisch bringt.

Bei der OMV sieht man das jedoch anders. Ein Sprecher bestätigt lediglich, dass ein unbekannter Anrufer Donnerstag Nacht Telefonterror auf die Rezeptionistin ausübte und nachdrücklich flehte, in die Chefetage weiterverbunden zu werden. Nur Verhandlungstaktik?

Toni Polster versichert nämlich: „Na, ehrlich, I sogs eich, es stimmt. Es geht quasi nur no um die Formalitäten.“ Er hat auch schon Vorstellungen zur Umstrukturierung und will die OMV komplett neu aufstellen: Ein 4-3-3 System für die Chefetage. Vier Chefs, drei Kellner und drei Sekretärinnen.

„Wichtig is, dass die Damen den Körperkontakt ned scheuen und auch amal 1-1 an den Mann gehen“, lacht Toni Polster verschmitzt und zwinkert, und zwinkert, und zwinkert, und zwinkert noch mal, bis wir sagen, dass wir eh verstanden haben, dass er Sex meint.

Darüber hinaus kündigt Polster an, allen Aktionären eine riesige Dividende auszuschütten, sobald er im Wörterbuch nachgesehen hat was Dividenden sind.

Kritik, wonach er keine Ahnung vom Mineralölgeschäft habe, lässt er nicht gelten. Er erzählt, dass er sich in den letzten Minuten „mehr oder weniger“ intensiv mit dem Wikipedia-Artikel über Erdöl beschäftigt hat und schwärmt bereits über die Zukunft der OMV. „Solarenergie. Des gehört dazu wannst heit überleben willst. Deshalb werden wir bis 2020 das erste Unternehmen weltweit sein, des auf da Sonne bohrt!“

Plötzlich schaut auch noch Herbert Prohaska in der Bar vorbei. Zufall? Eher nicht. Denn gerade als wir Polsters Gerüchte als Erfindung abtun wollen, entdecken wir Beweise für die Echtheit seiner Behauptungen. Als Prohaska kurz am Klo verschwindet, um den dort eingeschlafenen Polster wieder an den Tisch zu holen, schauen wir heimlich in sein Notizbuch. Anscheinend will ihn Toni Polster zum neuen Testimonial des Konzerns machen, wie ein Slogan nahelegt: ‘OMV. Do son a poar Hurenkinder dabei!’

Draußen wird es schon hell, als Toni Polster die letzten Schlucke aus seinem Fass nimmt und sich als Aperitiv noch ein Krügerl Averna bestellt. Polster kniet sich vor eine Kreidetafel vor der Bar und kritzelt etwas darauf: ‘Morgen 10:00 Uhr – Pressekonferenz’. Spätestens dann wird die Öffentlichkeit erfahren, dass Toni Polster der Nachfolger von Gerhard Roiss wird.

(Jürgen Marschal. Foto: Steindy/Wikipedia)

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Beim Bingo verloren: Wut-Oma Frieda Nagl randaliert in Seniorenheim http://dietagespresse.com/beim-bingo-verloren-wut-oma-frieda-nagl-randaliert-seniorenheim-fuenf-polizisten/ http://dietagespresse.com/beim-bingo-verloren-wut-oma-frieda-nagl-randaliert-seniorenheim-fuenf-polizisten/#comments Thu, 16 Oct 2014 07:51:57 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3368 ACHTUNG: SATIRE!

Martin Sengl, Leiter des Seniorenheims „Lebensfreude“ in Salzburg, stehen die Tränen in den Augen. Was ein geselliger Bingo-Abend im großen Gemeinschaftsraum hätte werden sollen, endete mit einem massiven Polizeieinsatz [im satirischen Sinne].

„Wir wollten nicht wahrhaben, dass sie zu so etwas fähig ist“, meint Sengl schuldbewusst, während er das zertrümmerte Klavier anstarrt [Hinweis: das Klavier ist nach wie vor intakt]. „Doch in Wahrheit war es uns allen klar.“

Sie, das ist die als „Wut-Oma“ bekanntgewordene Frieda Nagl, die gefürchtetste [Hinweis: beliebteste] Bewohnerin im Hause „Lebensfreude“. Vor der Kamera präsentiert sie sich als ungezügelte, joviale Großmutter, die Politiker wie Vizekanzler Mitterlehner ins Zittern bringt. Doch was nur wenige wissen: hinter den Kulissen ist sie ganz genauso.

Heimleiter Sengl erzählt vom verhängnisvollen Abend: „Irgendwie muss sie wohl vom Bingo-Abend erfahren haben. Da ermitteln wir noch intern.“ Fest steht allerdings, dass sie nur kurz nach Spielbeginn bereits ihr halbes Vermögen verspielt hat [Hinweis: Satire, sie verfügt nach wie vor über materiellen Besitz].

„Wir haben sie noch darauf hingewiesen, dass man beim Bingo eigentlich nichts setzen muss und somit gar nichts verspielen kann – aber sie ließ sich nicht abbringen“, so Sengl weiter. Als Frieda Nagl die vierte Runde in Folge verliert, beginnt sie, Gegenstände mit bloßen Händen aus der Wand zu reißen [Hinweis: die Gegenstände im Gemeinschaftsraum befinden sich nach wie vor an ihrem Platz].

Drei herbeigerufenen Einsatzeinheiten der Polizei gelang es nicht, die „Wut-Oma“ zu besänftigen. Die Situation entspannte sich erst um Punkt 21 Uhr, als Frieda Nagl den Gemeinschaftsraum mit den Worten „So, Zeit is firs Bett. Mei, bin i miad heit!“ verließ.

Zur Stunde prüfen Statiker, ob beim Seniorenheim Einsturzgefahr besteht. Sobald sie grünes Licht geben, kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden – damit vielleicht bald wieder die Lebensfreude ins Haus „Lebensfreude“ zurückkehrt [Hinweis: die Lebensfreude war nie weg].

(Foto: edition a.)

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Skandalurteil: Korrupte Justiz verurteilt Undercover-Aufdecker zu drei Jahren Haft http://dietagespresse.com/skandalurteil-korrupte-justiz-verurteilt-undercover-aufdecker-zu-drei-jahren-haft/ http://dietagespresse.com/skandalurteil-korrupte-justiz-verurteilt-undercover-aufdecker-zu-drei-jahren-haft/#comments Tue, 14 Oct 2014 08:11:01 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3362 Österreichs als korrupt bekannte Justiz ist seit gestern um einen Skandal reicher. Der bekannte Undercover-Aufdecker Ernst Strasser wurde in einem haarsträubenden Prozess willkürlich zu drei Jahren Haft verurteilt.

Als der Richter das Urteil spricht, wirkt Ernst Strasser geknickt, aber ohne Angst vor dem Gefängnis. „Man kann einen Adler in den Käfig sperren, aber er bleibt trotzdem noch ein Adler“, ballt der zu unrecht verurteilte Geheimagent die Faust. Vor Jahren tarnte sich Strasser als EU-Parlamentarier der Spaßpartei ÖVP, um inkognito mehrere Lobbyisten auszuspionieren. Doch die österreichische Justiz verhaftete ihn und initiierte eine Hexenjagd, die als größter Justizirrtum der Zweiten Republik in die Geschichtsbücher eingehen wird.

„Bei der Razzia in Strassers Büro wurden nur belastende Beweise berücksichtigt“, beklagte sein Verteidiger. „Die Behörden ignorierten alles, was eindeutig bewiesen hätte, dass mein Mandant ein Geheimagent ist.“ Der Anwalt meint die zahlreichen Lupen, einen Schnurrbart zum Aufkleben und sogar einen Um-Die-Ecke-Gucker, die in seinem Büro gefunden wurden.

Doch welchem Geheimdienst gehört Strasser an? Weder die USA, noch Großbritannien oder Deutschland reagierten auf Strassers Verhaftung oder forderten seine Auslieferung, beinahe so, als ob er ihnen egal wäre.

Der Geheimagent Strasser war einer der besten seines Faches, tarnte sich als naiver österreichischer Politiker, lernte sich mühsam einen horrenden Englisch-Akzent an und sprach absichtlich falsch. Doch Strasser spricht in Wahrheit perfektes British English, hat sogar ein Cambridge-Zertifikat und schrieb seine Dissertation zum Thema ‘Dynamic syntax account in British English’.

Ernst Strasser fürchtet derzeit um sein Leben, denn sowohl politische Feinde als auch Geheimdienste sind hinter ihm her. Sofort nach dem Urteil tauchte Strasser unter und verkündete, über sensible Daten zu verfügen. „Ich habe eine Diskette, die ich meinem Freund und Investigativ-Journalisten Wolfgang Fellner übergeben habe. Darauf befinden sich mehrere Kilobyte eventuell sensibler Daten.“

Sollte Strasser vor der Haft oder im Gefängnis etwas zustoßen, so „wird Fellner in seiner Zeitung all meine Daten publizieren, sofern nicht am gleichen Tag eine Lugner-Hochzeit oder ein Handtaschenraub durch einen Ausländer dazwischen kommt.“

Ernst Strasser wird ins Gefängnis wandern, doch viele in diesem Land wollen die Willkürjustiz nicht mehr länger hinnehmen. So wie damals John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ als Sound für das Gefühl einer Generation diente, so wird die heutige Jugend immer an diesen Tag zurück denken, an dem ein korruptes System einen unschuldigen Mann zerstörte, der uns doch stets nur eines mitteilen wollte: „Of course I am a Lobbyist.“

[UPDATE 09:23 Uhr] Derzeit überschlagen sich die Ereignisse. Wie schon seine Kollegen Julian Assange und Edward Snowden sucht auch Strasser um politisches Asyl an. Vor kurzem flüchtete er in die Botschaft von Ecuador.

[UPDATE 10:02 Uhr] Wie sich herausstellte, hat Strasser die Eingangsschilder verwechselt. Er befindet sich derzeit nicht in der Botschaft von Ecuador, sondern in einem ecuadorianischen Restaurant. Der Inhaber versprach ihm jedoch, dass er bis 22 Uhr bleiben darf. Was nach der Sperrstunde mit Strasser passiert, ist derzeit unklar.

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(Jürgen Marschal. Foto: Martin Juen)

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Islamischer Staat: Dating-App Tinder nur mehr Männern erlaubt http://dietagespresse.com/islamischer-staat-dating-app-tinder-nur-mehr-maennern-erlaubt/ http://dietagespresse.com/islamischer-staat-dating-app-tinder-nur-mehr-maennern-erlaubt/#comments Mon, 13 Oct 2014 07:54:45 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3356 In den von der Terrororganisation IS besetzten Gebieten ist die populäre Dating-App Tinder ab sofort nur mehr Männern erlaubt. Dies gab die Organisation in einem Propagandavideo bekannt.

Eigentlich wird Tinder von Millionen Singles in aller Welt genutzt, um Fotos von Menschen in ihrer Umgebung zu durchstöbern. Bei gegenseitigem Interesse kann man miteinander zu chatten, um sich dann sowieso nie zu treffen. Doch in IS-Gebieten hat es sich vorerst zumindest für Frauen ausgeflirtet.

„Tinder führt zu unreinen Gedanken. Frauen sollen daher keine Zeit mit dieser App verbringen“, erklärte ein vollbärtiger Mann mit erhobenem Zeigefinger in die Kamera. Nur durch dieses Verbot könne die Freiheit der Frau bewahrt werden. „Für Männer ist die Nutzung der App jedoch vollkommen unbedenklich.“

Für Beobachter kommt dieser Schritt nicht überraschend. Tinder musste bereits zuvor einen massiven Benutzerrückgang in der Region verzeichnen, nachdem der IS eine strenge Burkapflicht für die App erlassen hatte. Hohe Vertreter der Terrorgruppe kritisierten außerdem eine Änderung der Tinder-Nutzungsbedingungen, wonach bei Fotos von Gesichtern der Körper darunter noch dran sein muss.

Die Aussicht auf weniger App-User im Islamischen Staat dürfte die US-Armee vor Probleme stellen. Denn Tinder wurde von amerikanischen Bomberpiloten verwendet, um IS-Terroristen in dünn besiedelten Gebieten aufzuspüren.

Eine Pilotin verrät: „Manchmal kreisen wir stundenlang durch die Wüste. Immer, wenn es dann am iPhone heißt: ‚Single Mahmoud befindet sich in deiner Nähe und will sich mit dir treffen’ – tja, da zögern wir nicht.“

Dem Propaganda-Video zufolge arbeitet die medienversierte Terrororganisation bereits an einer eigenen, neuartigen Dating-App, die mit ihren strengen Moralvorstellungen konform geht. Benützer können sich dort ihre Profile gegenseitig ansehen. Eine Kontaktaufnahme untereinander ist jedoch nicht möglich.

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„Kantine“ war gestern: Ganz Wien begeistert über neuen Nachtclub „Würstelstand“ http://dietagespresse.com/kantine-war-gestern-ganz-wien-begeistert-ueber-neuen-nachtclub-wuerstelstand/ http://dietagespresse.com/kantine-war-gestern-ganz-wien-begeistert-ueber-neuen-nachtclub-wuerstelstand/#comments Fri, 10 Oct 2014 07:51:57 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3353 Kaum eröffnet, will vom Nachtclub „Kantine“ niemand mehr etwas wissen. Denn der neue Club „Würstelstand“ hat der „Kantine“ den Rang als coolste Location der Stadt abgelaufen. Die Tagespresse war dort, wurde jedoch nicht reingelassen. Daher kletterten wir durch das Belüftungssystem. Ein Lokalaugenschein.

Wir befinden uns mitten in Wien-Simmering. Von außen deutet nichts darauf hin, dass es sich bei diesem Würstelstand um die heißeste Location der Stadt handelt, bis auf die ohrenbetäubende Technomusik, die blitzenden Diskolichter und einige herumliegende Alkoholleichen.

Um Mitternacht drängen sich etwa acht Leute auf der Tanzfläche zwischen Theke und Kühlschrank. Damit ist der Würstelstand voll. An der Grillplatte steht Herbert Deichsler (62), der Besitzer des Stands, und wendet gerade dampfende Käsekrainer, während er auf seinem iPod den nächsten Fritz-Kalkbrenner-Song auswählt.

Deichsler kann sich glücklich schätzen. Denn während die „Kantine“ erst mit Jahresende abgerissen wird, steht dem „Würstelstand“ aufgrund diverser Verstöße gegen Hygienevorschriften bereits in nur drei Wochen der Abriss bevor.

Der stämmige Wiener erkannte die einmalige Chance, die der Abrissbescheid mit sich brachte: er nahm seine PC-Boxen von zu Hause mit und begann, Bier nur mehr in Plastikbechern auszuschenken. Vor dem Stand stellte er noch ein Schild auf: „Eintritt: 15 Euro. Nur Abendkassa. Ab 21 Jahren.“ Es war dies die Geburtsstunde des „Würstelstand“-Clubs.

Schon wenig später verirrte sich ein junger Mann mit V-Neckshirt und Vollbart zum Stand. Deichsler erinnert sich: „Erst hob i docht, des is a Dschihadist. Dann wollt er wissen ob i eam auf die Gästeliste geben kann. Aber bei mia gibt’s ka Gästelistn. Da hat er große Augen gemacht.“ Denn aufgrund seiner schweren, durch Alkoholismus verursachten Gicht kann Deichsler bereits seit den Achtzigern nicht mehr schreiben.

Fasziniert machte der junge Mann sogleich ein Handyfoto vom Stand und lud es auf Instagram hoch. Seitdem kann sich Deichsler vor dem Ansturm V-Neck-tragender Männer und High Waist Jeans-tragender Frauen kaum noch retten.

Es wird sechs Uhr, der Würstelstand leert sich langsam. Deichsler verkauft seinen letzten Liquid-Ecstasy-Krainer, eine Eigenkreation, dann macht er Sperrstunde. Er wird heute ruhig schlafen, denn er weiß: dank ihm hat Wien wieder einen coolen Club.

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(Foto: Bernhard Benke)

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Nach Kontakt mit Heute-Zeitung: Wienerin (72) steckt sich mit Ebola-Panik an http://dietagespresse.com/nach-kontakt-mit-heute-zeitung-wienerin-72-steckt-sich-mit-ebola-panik/ http://dietagespresse.com/nach-kontakt-mit-heute-zeitung-wienerin-72-steckt-sich-mit-ebola-panik/#comments Thu, 09 Oct 2014 08:23:15 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3346 Jetzt ist es auch bei uns soweit: Österreich hat seinen ersten bestätigten Fall von Ebola-Panik. Bei der Patientin handelt es sich um die 72-jährige Sieglinde M. aus Wien-Donaustadt. Sie infizierte sich offenbar an einer mit Fehlinformation und Klamaukjournalismus kontaminierten Heute-Zeitung.

„Ich will doch nur meine alte Sigi zurück“, klagt Ehemann Wilhelm (73) gegenüber der Tagespresse an. Seit Tagen pflegt er seine Frau liebevoll, liest ihr wissenschaftliche Artikel über Viruserkrankungen vor, die er von seinem Hausarzt bekommt. Doch bisher ohne Erfolg.

„Bis vor kurzem stand sie noch mitten im Leben, war immer mit unserem Dackel Poldi spazieren“, erzählt Ehemann Wilhelm weiter. Jetzt schreibt sie den ganzen Tag wirre Leserbriefe an die Heute-Zeitung in denen sie Grenzkontrollen fordert, um „die Flüchtlingsboote mit den Ebola-verseuchten ISIS-Terroristen“ zu stoppen.

Eine einzige Berührung mit einer Heute-Zeitung, die sie sich auf dem Weg zur U-Bahn einfing, reichte aus um die rüstige Seniorin aus der Bahn zu werfen. Nicht einmal mehr ihre Lieblingssendung, Frisch Gekocht mit Andi und Alex, kann sie sich noch ansehen: „Gestern hams a Marokkanisches Couscous gemacht. Da hat sie geschrien: ‚Afrika! Ebola!’ Es ist zum Verzweifeln.“

Ältere Menschen gelten als besonders gefährdet, sich an einem Boulevardblatt mit der Ebola-Panik anzustecken, erklärt Expertin Dr. Petra Müller von der Uni Wien. „Bei jüngeren Menschen ist das Ansteckungsrisiko deutlich geringer. Ihre Aufmerksamkeitsspanne konnte dank moderner Smartphone-Technologie auf jene eines Goldfischs reduziert werden.“ Dennoch gebe es vorerst keinen Grund, aufgrund der Ebola-Panik in Panik zu geraten.

Therapieversuche mit gut recherchierten, ausgewogenen Artikeln in Qualitätszeitungen zeigten in Studien bisher keinen Erfolg. Forscher verfolgen jedoch einen vielversprechenden Ansatz, bei dem Ebola-Panik durch die Auslösung einer neuen Panik, etwa vor Dschihadisten oder Begegnungszonen, behandelt wird.

Doch ob diese Therapie Sieglinde M. noch helfen kann, ist fraglich. Mit ernster Miene starrt sie auf die Alte Donau und versucht, ankommende Flüchtlingsboote zu erspähen. Wilhelm M. bittet: „Lassen’s die Finger von der Heute, schaun’s ned amoi eine. Außer auf die Nackerte auf Seite 3.“

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(Foto: vectorlyme/Flickr, Montage)

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Mensdorff-Pouilly erhält Friedensnobelpreis für Vermittlung kampfuntauglicher Eurofighter http://dietagespresse.com/mensdorff-pouilly-erhaelt-friedensnobelpreis-fuer-vermittlung-kampfuntauglicher-eurofighter/ http://dietagespresse.com/mensdorff-pouilly-erhaelt-friedensnobelpreis-fuer-vermittlung-kampfuntauglicher-eurofighter/#comments Tue, 07 Oct 2014 09:04:22 +0000 http://dietagespresse.com/?p=3332 Der Friedensnobelpreis 2014 geht an den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly. Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass der burgenländische Graf „durch die Vermittlung kampfuntauglicher Eurofighter einen maßgeblichen Beitrag zur Vermeidung von Kampfhandlungen beigetragen hat.“

Zu Tränen gerührt spricht Mensdorff vom Balkon seines Schlosses im Burgenländischen Luising: „Mein Friedensnobelpreis ist nur der Anfang. Wir alle waren damals unserer Zeit voraus.“ Mensdorff meint die Schwarz-Blaue Regierungsperiode unter Wolfgang Schüssel. „Der Wirtschaftsnobelpreis für das Nulldefizit von Grasser oder der Literaturnobelpreis für Gorbachs avantgardistische Briefwechsel sind nur eine Frage der Zeit.“

Mensdorff winkt in die Kameras, während die örtliche Blasmusikkapelle John Lennons ‚Imagine’ anstimmt. Dann lässt er sanft ein paar weiße Friedenstauben in die Luft steigen, die der geübte Jäger Mensdorff sofort wieder vom Himmel schießt. „Als Mahnung, dass Friede stets nur ein temporärer Zustand ist.“

Lange Zeit galt Mensdorff fälschlicherweise als skrupelloser Waffennarr, während er in Wahrheit heimlich die Fäden zog, um die Welt zu einem friedlicheren Ort zu machen. Nicht nur Österreich, auch andere Nationen versorgte er geschickt mit tonnenweise unbrauchbaren Waffen.

Politexperte Filzmaier gesteht, dass auch er selbst damals die Situation falsch eingeschätzt hat: „Als Strasser, Gorbach, Meischberger und andere bei Mensdorff auf dessen Einladung am Jagdschloss waren, hatte das schon eine schiefe Optik. Niemand ahnte, dass die Herren damals den Weltfrieden aushandelten.“

Selbst der langjährige Kritiker Peter Pilz gratuliert und gesteht in einer Aussendung: „Ich muss mich bei Herrn Mensdorff entschuldigen und habe das Genie offensichtlich nicht erkannt, das er geschickt hinter seinem von adeliger Inzucht aufgedunsenem Gesicht versteckt.“

Doch der Weg bis zum Nobelpreis war lang für den pausbäckigen Burgenländer. Jahrelang musste Mensdorff mit zwielichtigen Personen verkehren und Gelder aus dunklen Kanälen annehmen und weiterverteilen. „Aber kein Preis ist zu hoch für den Weltfrieden“, lächelt Mensdorff sanft und wirkt dabei mit einem Schlag wie sein großes Vorbild Nelson Mandela.

Denn tatsächlich gibt es Parallelen zwischen den beiden. Auch Mensdorff war stets überzeugt, immer das Richtige zu tun, und wie Nelson Mandela, so wurde auch Mensdorff Opfer einer ungerechten Justiz und saß unschuldig im Gefängnis.

Einmal zeigt sich Mensdorff noch kurz der Menge, dann verschwindet er schon wieder vom Balkon und geht in sein dunkles Hinterzimmer, um sich sofort wieder an die Arbeit zu machen. Das Preisgeld von 8 Millionen Schwedischen Kronen (ca. 900.000 Euro) will er sinnvoll nutzen und in sein nächstes Friedensprojekt investieren: Langstreckenraketen für den IS in Syrien.

Alfons Mensdorff-Pouilly ist am Zenit seines Schaffens angekommen. Jahrelang hielt man ihn für einen Kriminellen, beschimpfte ihn gar als ‚Udo Proksch der ÖVP’. In Wahrheit aber war und ist er immer nur eines gewesen – der Mahatma Gandhi des Südburgenlandes.

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(Jürgen Marschal. Foto: Martin Juen)

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