Erster Tourist seit 1986: Pokémon-Go-Spieler verirrt sich nach St. Pölten

Endlich mal gute Nachrichten: St. Pölten feiert seinen ersten Touristen seit 1986. Ein Pokémon-Go-Spieler verirrte sich auf seiner Jagd nach den Tierchen in die niederösterreichische Landeshauptstadt und verbrachte dort ganze 30 Minuten – länger als jeder andere Besucher bisher.

Zufall

Dem Jahrhundertereignis ging eine Verkettung glücklicher Umstände zuvor: Wegen eines Feueralarms kam ein Railjet in St. Pölten zum Stehen. Doch während sich die anderen Passagiere einer Evakuierung widersetzten, um die Stadt nicht sehen zu müssen, nutzte Jonas H. (27) die Chance und machte sich auf Pokémon-Jagd.

Feierlicher Empfang

Schon kurz nach der Ankunft des Besuchers wurde Landeshauptmann Erwin Pröll informiert, der diesen prompt mit einer Blasmusikkapelle empfing. „Es ist uns eine besondere Ehre, Sie hier willkommen zu heißen“, erklärte Pröll, während der verdutzte Jonas H. einen Blumenstrauß von der schönsten Jungfrau der Stadt überreicht bekam.

Auch, dass der Besucher den Landeshauptmann für ein Digda hielt und mit Pokébällen bewarf, konnte die feierliche Stimmung nicht trüben.

Pröll und Digda: Die Ähnlichkeit ist frappierend.

Pröll (links) und Digda (rechts): Die Ähnlichkeit ist frappierend.

Für eine Besichtigung der Raiffeisen-Filiale – dem Wahrzeichen der Stadt – blieb keine Zeit mehr, da der Railjet von der Polizei wieder freigegeben wurde und seine Fahrt fortsetzen konnte.

Erster Tourist seit Langem

Der letzte Besuch liegt 30 Jahre zurück und wird von örtlichen Touristikern immer noch als das „Wunder von 1986“ bezeichnet. Damals stieg ein japanisches Ehepaar frühzeitig aus dem Zug aus, weil sie dachten, sie wären schon in Salzburg. Bereits nach 17 Minuten erklärten sie, „mehr Aufregung“ zu suchen, und bestiegen den nächsten Zug nach Ybbs an der Donau.

Pokémon Go als Chance?

Pröll will nun auf dem Erfolg aufbauen und Spieler des beliebten Handy-Games gezielt anlocken: „Wir wollen diese Stadt Poké-freundlich machen“, verspricht er und schickt sogleich eine SMS an Innenminister Sobotka. Pröll will sich gemeinsam mit seinem ebenfalls glatzköpfigen Untergebenen zu einem Digdri weiterentwickeln.

(Fotos: Alexander Wagner/CC-by-SA 3.0, Pavel Freso, Montage)

38 Kommentare

  1. pickNick Antworten

    *Trend

  2. pickNick Antworten

    Wenn das mit dem Pokemon GO trennt so weiter geht dann tauchen bald die ersten dreißig-jährigen auf die mit dem Handy in der Hand durch die Sta…Oh, Moment, die gibt es schon.

  3. arctic loon Antworten

    Das kann alles nicht stimmen: war erst am 30.April mit meiner Frau und meiner Schwägerin im Diözesanmuseum…hui, das war spannend! Obwohl mit Melker Kennzeichen unterwegs, /somit klar als Touristen gekennzeichnet/ gab es weder Blasmusik noch die Ehrenjungfrau; Glatzenbongo war auch keiner zu sehen…

    Diözesanmuseum St. Pölten
    Montag Sonn- und Feiertage geschlossen

  4. Fred Feinbein Antworten

    Wo liegt St. P(r)öl(l)ten?

    1. Anonymous Antworten

      Das heißt St. Blöden.

      1. Du hast recht. Antworten

        Was? Österreich?

    2. Anonymous Antworten

      Bei den Prölletariern.

  5. Krixi-Kraxi Antworten

    St. Pölten liegt im Ranking nur auf dem vorletzten Platz. Schlusslicht ist Eisenstadt. Ohne das Schloss könnte man dort getrost die wenigen Meter Straßenzüge einrollen. Wien ist überbewertet. Der Rest außer dem 1., Schönbrunn und Belvedere hat mehr oder weniger Eisenstadtcharakter. Was ist eigentlich das Wiener Pendant zum St. Pöltner Digda? Michda?

    1. Anonymous Antworten

      Rankings werden völlig überbewertet.

      1. Ja, Antworten

        im Finanzwesen dienen sie überhaupt nur noch, um zu manipulieren. Die Amis lachen über unsere Dödel!

    2. Hotblack Desiato Antworten

      relaxo

  6. Umfrage bei CNN Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage Antworten

    Der Wahnsinn ist weltweit im Vormarsch; und das ist auch gut so!

    1. Anonymous Antworten

      Ob SEINE Baufirmen den Zaun werden errichten dürfen? Deswegen sind ja auch bei uns viele Bauunternehmer in der Politik verankert: ohne extreme Korruption geht gar nix mehr!

  7. Anonymous Antworten

    Dann funzt das mit den Grenzkontrollen doch nicht? Adolf hätte dagegen eine Lösung gehabt:

    htt
    ps://s14-eu5.ixq
    uick.co
    m/cgi-bin/ser
    veimage?u
    rl=http%3A%2F%2Fi.imgur.com%2Ffq6Te8U.jpg&sp=03b89e33ca6ab1deba0b6211f8b4e50b

    1. Anonymous Antworten

      echt schlimm was herauskommt wenn die Mama keine Zeit hat…

      1. Anonymous Antworten

        Dann wart mal deine bald von anderen gemachte Realität ab, Jungchen: der Politiker Mamas hatten alle keine Zeit.

      2. Meinst Antworten

        du mich, du Null? Meine Mama hat immer Zeit für mich. Jetzt in den Ferien klarerweise am meisten.

        1. Anonymous Antworten

          Das andere Kind ist doch nur neidisch, weil es keine Ratte nachbauen kann am Computer.

      3. Ups! Antworten

        Wenn Mutti und/oder die Lehrer zu viel Zeit für einen haben, kommen Leute wie du heraus: der total normale Mensch. Und was der ist, dass wissen die anderen, die weit in der Unterzahl sind: Ø

  8. spitzmauserl Antworten

    Na und? Ich fuhr mit dem Zug immer nur durch und plötzlich war ich dort verheiratet!!!

    Ist auch jedem egal! Wer widmet mir dafür einen Bericht?
    Wieso komm ich dafür nie in die Zeitung?!
    Wo bleibt meine Auszeichnung und Ehrung?! Tapferkeitsmedaille?!

    I kim von durt nimma weg …

    1. Mullah Antworten

      spitzmauserl, das tut uns leid. Hast einfach nicht die richtigen Freunderl und noch weniger bist du in die richtige Familie reingeboren worden. Sonst überschlüge sich die Presse um dich!

      1. Anonymous Antworten

        Soviel zu der Chancengleichheit in Österarm und immer -ärmer!

  9. Mammut Antworten

    Ähnlichkeit nur äußerlich: vom Oberstüberl her ist der Rechte WESENTLICH klüger.

    1. Das wär’ Manipulation: Antworten

      Nicht, dass jetzt einer die Fotos auswechselt!

  10. Christian Antworten

    Politiker können sich nicht zu Pokemon weiterentwickeln, dafür müssten sie ja etwas tun

    1. Mammut Antworten

      … und vor allem etwas haben, das bisher keine Universität an Politikern auch nur annähernd hätte nachweisen können: ein Gehirn.

  11. Anonymous Antworten

    Hehe – böse, aber saugut!

  12. Ich Antworten

    Der vergleich mit dem Pokemon ist göttlich!

  13. Katharina Antworten

    Ja, ja. Wer’s glaubt wird selig.
    Wann wird die verblödete Gesellschaft endlich erwachsen?

    1. Mullah Antworten

      Das Blöde an der verblödeten Gesellschaft ist, dass Erwachsensein nicht hilft!

      1. Anonymous Antworten

        Deswegen ist es gut, dass wir alle sterben müssen. So pflanzt sich der Wahn nur langsam weiter.

  14. jonatan Antworten

    I am from Denmark and I visited St. Pölten two weeks ago, and I don’t even play Pokemon Go.

  15. Wollteppich Antworten

    Leider ist es wirklich so, St Pölten ist keine würdige Landeshauptstadt. Zwar hier und da ein Geheimtipp aber alleine die überall zerstreuten Geschäfte – eine echte Einkaufsmeile fehlt – mit mehr als nur A1 und Sonnentor

    1. Anonymous Antworten

      Ohne eigenständiges Land, das wir ja durch die EU sind, brauchst du auch keine Landeshauptstadt. Und eine würdige schon gar nicht!

  16. Gigi Antworten

    Super

  17. Anonymous Antworten

    „von der schönsten Jungfrau der Stadt“ … hm hm hm … wäre wohl noch für einen Scherz gut gewesen ;-)

  18. Hypolyt Antworten

    Pepsi ist New York, FruFru ist St. Pölten!

    1. Anonymous Antworten

      Meinen Sanctus auf das FruFru!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.