Endlich Gold für Österreich in Rio! Der Bogenschütze Johann Glatter hat heute in Rio eindrucksvoll den US-Schwimmer Michael Phelps ausgeraubt, und sich innerhalb fünf Minuten gleich zwei Gold-Medaillien geschnappt.

Traum von Gold

„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, wischt sich der steirische Bogenschütze Johann Glatter (25) die Tränen aus den Augen, nachdem er von Polizisten bei der Festnahme mit Reizgas besprüht wurde.

Da in Brasilien laut Gesetz auf schweren Raubüberfall nur 5 Minuten Gefängnis stehen, ist Glatter derzeit bereits wieder in Freiheit und auf dem Weg ins Olympische Dorf, wo ihn das ÖOC feierlich empfangen wird.

„Gold in 200 Meter Kraulen und Gold in 200 Meter Delfin. Und das von einem Bogenschützen! Was für eine Sensation!“, freut sich auch ORF-Reporter Pariasek mit.

Perfekt vorbereitet

„Auf diesen Moment habe ich jahrelang hingearbeitet. Aber du musst auch im richtigen Moment am richtigen Ort sein, und auch die Bedingungen müssen passen“, erzählt Gold-Gewinner Glatter erleichtert.

Konzentriert und geduldig habe er mit dem Pfeil im Anschlag in einer dunklen Hecke gewartet, bis Phelps aus der Tür kam. „Dann hab ich genau auf die Tasche gezielt, zack, den Pfeil abgeschossen, die Tasche mit den Medaillen geschnappt und basta.“

Der Triumph kam im allerletzten Moment, denn Glatter holte sich die Goldmedaillen nur drei Sekunden vor dem polnischen Speerwerfer Blaszewski, der ebenfalls Phelps‘ Tasche rauben wollte.

Glatter auf Erfolgsspur

Ganz Österreich jubelt nun mit dem zweifachen Gold-Gewinner. Seine spektakuläre Aktion war zwar nicht live im TV zu sehen. Doch ARD und ORF arbeiten bereits an einer Tatort-Folge über Glatters Coup.

(Jürgen Marschal. Foto: 123RF/Montage)