Jetzt hat endlich auch der 54-jährige Argentinier Gabriel C. seine ganz persönliche Meinung über die Pariser Anschläge gepostet. Damit ist der südamerikanische Foodstylist der letzte aller 1,4 Milliarden Facebook-User, der seine Ansicht zum Thema Terror gepostet hat.

„Tagelang hab ich der Versuchung widerstanden, meinen Senf dazu zu geben, aber jetzt hat’s mich doch noch erwischt“, gesteht der Argentinier. Laut eigenen Aussagen wurde er in der Nacht auf heute drei Mal persönlich von Mark Zuckerberg angestupst, da seine Meinung noch ausständig war.

Zuckerberg
Stupste den User persönlich an: Mark Zuckerberg

Bereits vier Likes
Um 08:17 Uhr Ortszeit war es dann so weit, Gabriel veröffentlichte auf seiner Facebook-Wall folgendes Posting: „Ich sage euch, diese Attacken jetzt kann man nicht vergleichen mit dem Anschlag auf Charlie Hello. Damals hat es ja nur Satiriker erwischt, aber jetzt sind Menschen gestorben! Die Grenzen des Terrorismus wurden ganz klar überschritten!“ Das Posting hat inzwischen vier Likes und wurde einmal geteilt.

IS sieht Imageschaden
Der IS selbst beobachtet die Aufregung auf Facebook seit Tagen besorgt. „Der Shitstorm nach unseren Pariser Aktionen war enorm“, erklärt der IS-Medienbeauftragte Souleyman. „Ich hab kaum was Positives gelesen. Unser Image ist grad ziemlich down.“ Um in Zukunft ein positives Image aufzubauen, will der IS auf Social Media vermehrt mit süßen Kätzchen arbeiten.

Österreichische Lösung
„In Österreich haben zwar bereits am Tag nach dem Anschlag sämtliche Einwohner ihre Meinung gepostet, doch gab es da vor allem das Problem, dass viele betrunken posten und am nächsten Tag alles bereuen“, erklärt ein Facebook-Techniker.

„Deshalb wollen wir speziell für alle Österreicher einen neuen Bierflaschen-Button anbieten.“ Wer in Zukunft sein Posting mit dem Bierflaschen-Button versieht, zeigt an, dass er seine Meinung in betrunkenem Zustand gepostet hat, und der Eintrag löscht sich acht Stunden später wieder von selbst.

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(Jürgen Marschal. Fotos: Screenshot, JD Lasica/Flickr)