In der Debatte um ein strengeres Rauchergesetz für Jugendliche ist nun ein überraschender Kompromiss gefunden worden.  Für unter 18-Jährige wird das Rauchen künftig erst nach dem Konsum von mindestens drei Bier erlaubt sein.

„Aus Studien wissen wir, dass Jugendliche nicht so gerne Bier trinken, sondern lieber süßliche Kindergetränke wie Malibu Orange oder Wodka Bull. Durch diese Maßnahme werden wir das Einstiegsalter für Nikotinkonsum signifikant nach oben schrauben, vielleicht sogar auf über 12 Jahre“, so Familienministerin Sophie Karmasin.

Opposition zufrieden

Überraschend positiv sieht man die Einigung auch bei der Opposition: „Ich freue mich, wenn bald  mehr junge Menschen drei Bier bestellen, wie ich das ja schon vor Jahren vorgemacht  habe“, postet HC Strache auf seiner Facebook-Seite.

Bei den Neos jubelt man über Impulse für heimische Craft-Beer-Startups. Und auf Initiative der Grünen sollen Eltern bald den „Van der Bellen-Hunderter“ – eine monatliche Tabakförderung von 100€ für jedes rauchende, minderjährige Kind – beantragen können.

Föderalismusreform

Das Erringen einer bundesländerübergreifenden Regelung wird von der Regierung als erster Schritt einer lange angekündigten Föderalismusreform gefeiert. Einige Länder-Spezifika bleiben allerdings erhalten: Im Burgenland wird die Regelung von drei Bier auf drei Viertel Uhudler ausgeweitet.

Jugendliche unter 18 Jahren dürfen in Vorarlberg künftig nach 22:00 Uhr ihrem Laster nur mehr in Begleitung eines erwachsenen Rauchers nachgehen. In der Steiermark soll die Zigarettenmarke „Gauloises“ verboten werden, weil der Versuch sie auszusprechen bei der Bevölkerung schwere Kieferschäden verursacht.