Eine medizinische Sensation vermelden US-Forscher aus Boston. Dank modernster Gentechnik gelang es erstmals, einen Deutschen mit Humor zu kreieren.

Experiment gelungen
Jubelnd lagen sich die Forscher in den Armen, als sie Objekt „Jens-Detlef Schulze“ im Labor zum ersten Mal sprechen hörten. „Der Typ ist Wahnsinn!“, freut sich Chefarzt Dr. Trent Raznor. „Er ist von seiner Abstammung her Deutscher, hat aber gerade einen richtig guten Witz gemacht und kann sogar über sich selbst lachen.“

Wissenschaftler hoffen, dass genmanipulierter Humor in Deutschland bald vermehrt zum Einsatz kommen kann, um dort damit schwere Krankheiten wie RTL-Comedy-Shows oder sogar Mario Barth heilen zu können.

Ethisch vertretbar?

Doch wie weit darf Forschung gehen? „Die Gene von uns Deutschen manipulieren? Ich habe da ethische Bedenken“, erklärt Philosoph Richard Precht. „Ein Deutscher mit Humor wird doch von seinen Artgenossen sofort ausgestoßen und nicht mehr akzeptiert.“

Auch von anderer Seite kommt Kritik. Dass bei Deutschen angeblich der für Humor zuständige DNA-Bereich verkümmert ist, während die DNA-Stränge für blonde Haare, lautes Geschrei und In-Österreich-Studieren-weil-man-es-zu-Hause-nicht-schafft überdimensioniert sind, halten viele für ein rassistisches Gerücht.

„Wer sagt überhaupt, dass Deutsche keinen Humor haben? Das ist ein Stereotyp, ein Klischee. Man kann doch Menschen nicht nach ihrer Nation vorverurteilen!“, zürnt auch ein italienischer Soziologe, während er unsere Reporterin anbaggert.

Erst der Anfang

Die Fachwelt jedenfalls spekuliert bereits mit weiteren Experimenten. „Einen Deutschen mit Humor zu züchten war ein Kinderspiel verglichen mit dem, was die Gentechnik in Zukunft vor hat“, verrät ein renommierter Gen-Biologe. „In einem Geheimlabor in China planen einige Mediziner bereits das Jahrhundertprojekt: Den ersten Österreicher zu schaffen, der nicht übers Wetter jammert.“

(Jürgen Marschal. Foto: 123RF/Montage)