Im eskalierten Konflikt rund um untersagte Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in den Niederlanden zeichnet sich nun eine überraschende Einigung ab. Nach nächtlichen Beratungen des UN-Sicherheitsrats hat der niederländische Premierminister Rutte eine direkte Einladung an Ankara ausgesprochen.

„Sehr gerne würden wir Präsident Erdoğan zu uns nach Den Haag einladen, damit er in unserem schönen Friedenspalast vor internationalen Juristen in einem Vortrag über seine herausragenden Leistungen auf dem Felde der Demokratie und der Menschenrechte berichten kann.“

Erdogan soll allerdings eine Zahnbürste, frische Unterhosen und ein paar gute Bücher mitnehmen, da der Aufenthalt unerwartet länger dauern könnte, heißt es in der offiziellen Einladung der holländischen Regierung.

Freude in Ankara

Ankara zeigt sich über diese Nachricht erfreut. In einer ersten Stellungnahme richtet der türkische Provokationsminister Eyalda Füktüş versöhnliche Worte an die niederländische Regierung: „Wir sind zufrieden, dass diese faschistischen, antiislamischen Nazi-Rassisten aus Holland ihren scheiß Fehler eingesehen haben. Und wenn unser Präsident kommt und zu euch spricht, dann haltet ihr eure Fresse, sonst mach ich euch Krankenhaus!“

Höchste Sicherheitsvorkehrungen

Für die geplante Auslandsreise des türkischen Präsidenten gelten höchste Sicherheitsvorkehrungen. Einem Diplomat zufolge leidet Herr Erdoğan am seltenen “Rumpelstilzchen-Syndrom”. Er ist nur zwei Gemütszuständen fähig: fürchterlich wütend oder extrem beleidigt.

Schon die kleinste Provokation, wie etwa ein Tweet von Sebastian Kurz, könnte der Funke sein, der ihn zum Explodieren bringt und alles in Trümmer legt. Erdoğan wird deshalb völlig abgeschirmt in einem gepanzerten Gefahrengutcontainer transportiert und bis zu seinem Auftritt mit Videos von inhaftierten Journalisten in einem stabilen Gemütszustand gehalten.