Wegen der trockenen Witterung ist beim heutigen Silvesterfeuerwerk besondere Vorsicht geboten. Die Behörden haben deshalb eine Notverordnung erlassen, welche Böllern unter freiem Himmel verbietet. Damit dürfen Feuerwerkskörper heuer ausschließlich in geschlossenen Räumen gezündet werden.

„Unser Grenzmanagement hat heuer so gut funktioniert, dass selbst die Schneewolken nicht nach Österreich eindringen konnten“, begründet Innenminister Sobotka die radikale Maßnahme. „Auch bei der ÖVP konnten wir nicht rechtzeitig für Niederschlag sorgen, obwohl wir jede Menge soziale Kälte verbreitet haben.“

Sobotka ruft deshalb dazu auf, vor dem Böllern sämtliche Türen und Fenster zu schließen, damit keine Funken die trockenen Böden entzünden können. Sollte es dennoch zu Bränden kommen, empfiehlt das Innenministerium, rechtzeitig eine Obergrenze für Brandherde festzulegen. So kann das Ausbreiten der Flammen verhindert werden.

Opposition pflichtet bei

Auch FPÖ-Chef Strache warnt vor der hohen Waldbrandgefahr. „Als leidenschaftlicher Brandstifter kenne ich mit derartigen Gefahren aus. Ich bitte die Österreicher deshalb, heuer keine Raketen anzuzünden.“ Viele seiner Facebook-Fans wollen dieser Aufforderung folgen. Sie haben angekündigt, statt Feuerwerk heuer feierlich Flüchtlingsheime zu entzünden.

Großparteien unbeeindruckt

Von dem Feuerwerksverbot nicht beeindrucken lassen sich die heimischen Großparteien. So veranstaltet das Team Stronach erstmals eine im Fernsehen übertragene Silvesterfeier für alle Parteimitglieder. Der ORF überträgt das Spektakel ab 23:20 unter dem Titel „Dinner for One“.

(Michael Mingler. Foto: gorin/Depositphotos.com, Montage)