Tragisch! Aus zu großer Angst vor islamistischem Terror hat sich „Krone“-Leser Karl G. (56) vor seinem Haus in Simmering in die Luft gesprengt. Die gesamte Gegend wurde von Spezialeinheiten abgeriegelt.

Außer dem Attentäter selbst kam glücklicherweise niemand zu Schaden. In seiner Wohnung konnten sämtliche Krone-Ausgaben der letzten 40 Jahre sichergestellt werden. Ein in seiner Wohnung gefundenes vermeintliches Hass-Manifest entpuppte sich jedoch nur als Post von Jeannée.

Laut ersten Informationen der Polizei hatte Karl G. „Daham statt Islam“ geschrien, bevor er seinen Sprengsatz zündete. Durch ein vorbeifahrendes Moped wurde jedoch das „Daham statt“ von den meisten Augenzeugen überhört. Sie hörten nur das Wort „Islam“ und die ohrenbetäubende Explosion. Somit wird Karl G. vorerst als islamistischer Terrorist gewertet.

Ganz normal

„Ich hätte mir nicht gedacht, dass der Karl sowas macht. Er war immer unauffällig und unfreundlich, so wie alle anderen in der Nachbarschaft“, erzählt Karl G.s Nachbar Harald M. (67).

„Nach der Arbeit ist er immer in seinem Garten gesessen, hat stundenlang die Kronen Zeitung gelesen und ein bisschen Bier getrunken, aber nie mehr als zwei Fässer.“ Manchmal füllten sie gemeinsam das Krone-Kreuzworträtsel aus und besprachen die großen Themen der Gegenwart, wie etwa das Burkaverbot.

Besorgte Frau

Ulrike G. (55) ist seit dem Anschlag ihres Mannes in noch größere Terrorangst versetzt. „Wahrscheinlich haben ihm die Asylanten den Sprengstoff umgehängt“, vermutet sie. Um ihre persönliche Sicherheit bestmöglich zu erhöhen, will sie noch diese Woche in einem Flüchtlingsboot aus Europa in den Nahen Osten flüchten.

(Sebastian Huber. Foto: macor/123RF)